Vor Duell gegen die Schweiz

Löw: "Dünnhäutig und arrogant würde ich mich nicht bezeichnen"

Löw nimmt weiterhin Kritik in Kauf.
Löw nimmt weiterhin Kritik in Kauf. Foto: Getty

Bundestrainer Joachim Löw musste zuletzt viel Kritik einstecken. Vor dem Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz am Dienstag (20.45 Uhr) spricht der 60-Jährige über sein Auftreten und die Taktik.

Joachim Löws Auftreten und seine taktischen Entscheidungen sorgten in der jüngeren Vergangenheit für teilweise großes Unverständnis. Nach dem 2:1-Erfolg von Deutschland in der Nations League gegen die Ukraine sagte der Bundestrainer, angesprochen auf die Stimmen, die sich gegen ihn richten: "Ich stehe über den Dingen, was Kritik betrifft."

"Benenne die Dinge so, wie ich sie empfinde"

Ob der 60-Jährige die Probleme zu einfach wegmoderiert hat? Auf der Pressekonferenz vor dem Länderspiel gegen die Schweiz erklärte Löw nun: "Ich sage es einfach so, wie ich es denke. Als dünnhäutig und arrogant würde ich mich nicht bezeichnen. Ich benenne die Dinge so, wie ich sie empfinde." Mit Kritik könne der Weltmeister-Coach von 2014 gut leben, wie alle beim Deutschen Fußball Bund, die "sehr selbstkritisch, aber intern" seien, so der Bundestrainer.

"Möchte, dass wir variabel bleiben"

In taktischer Hinsicht will er sich nicht vollends festlegen, ob Dreier- oder Viererkette. "Ich möchte einfach, dass wir bei der EM auf beides vorbereitet sind, dass wir variabel bleiben", teilte Löw mit und gab auch zu verstehen, dass es weiterhin unterschiedliche Meinung geben werde - sollte dies nicht der Fall sein, "dann wäre es langweilig".

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Adrian Kuehnel  
12.10.2020