Hertha BSC

"Linie überschritten": Bobic über Trikot-Aktion von Ultras

Bobic ging die Trikot-Aktion deutlich zu weit. Foto: Getty Images
Bobic ging die Trikot-Aktion deutlich zu weit. Foto: Getty Images

Infolge der Derby-Niederlage gegen Union Berlin ist es bei Hertha BSC am Samstag zu bemerkenswerten Szenen gekommen. Einige Fans, die offenbar Ultra-Gruppierungen zuzuordnen sind, forderten die Profis dazu auf, ihre Trikots auszuziehen. Fredi Bobic hält den Vorgang für kontraproduktiv und sogar bedenklich.

"Enttäuschung und Frust nach so einem Spiel, alles verständlich. Aber die Jungs aufzufordern, das Trikot abzugeben, weil sie es nicht wert sind, dieses Trikot zu tragen, da wird aus meiner Sicht eine Linie überschritten", so der Sportchef am Sonntag im Sport1-'Doppelpass'. Aus Sicht des Ex-Profis setzt sich damit auch eine Verhaltensweise von Fan-Gruppierungen fort, die schon im Januar für Schlagzeilen gesorgt hatte. Seinerzeit waren rund 80 Anhänger der Alten Dame bei einem eigentlich nicht-öffentlichen Training auf den Platz gekommen.

"Das macht etwas mit den Spielern, aber nichts Positives"

"Das war kein Trainingsbesuch, das war ein Aufmarsch. Das geht halt nicht. Es gibt diese Gruppierungen, die nehmen sich einiges raus", erklärt Bobic. Unabhängig davon, ob sich die Spieler im Januar oder gerade durch die symbolische Trikot-Aktion von einigen Hertha-Fans ernsthaft bedroht gefühlt haben, liegt auf der Hand, dass die Szenen eben nicht für den Zusammenhalt stehen, den die Hauptstädter im Abstiegskampf brauchen werden. "Das macht etwas mit den Spielern, aber auf jeden Fall nichts Positives", fasst Bobic zusammen.

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Lars Pollmann  
10.04.2022