Trotz verspieltem Sieg

Lieberknecht sieht das Positive: "Das zählt für mich auch"

Torsten Lieberknecht nimmt das Positive aus dem Spiel gegen Gladbach mit. Foto: Getty Images.
Torsten Lieberknecht nimmt das Positive aus dem Spiel gegen Gladbach mit. Foto: Getty Images.

Der SV Darmstadt hat gegen Borussia Mönchengladbach eine 3:0-Führung verspielt und somit den ersten Saisonsieg verpasst. Dennoch war Torsten Lieberknecht nach Spielende bemüht, das Positive an der Leistung seiner Schützlinge hervorzuheben.

Es waren 33 Minuten am Böllenfalltor gespielt, da wirkte es, als könnte der SV Darmstadt den Sonntag in Feierstimmung ausklingen lassen. Der Aufsteiger führte gegen spürbar überforderte Gladbacher mit 3:0 und hatte in der Folge genügend Chancen, um mit einem noch größeren Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen. "Das ist uns mit ein bisschen Abschlusspech nicht geglückt", konstatierte Torsten Lieberknecht nach dem Schlusspfiff bei DAZN - und ebenjenes Pech wurde den Lilien zum Verhängnis.

Lieberknecht: "Man hätte es bei Elfmeter belassen können"

Zunächst wurde der Borussia in der 49. Minute ein Handelfmeter zugesprochen, Matej Maglica wurde obendrein mit Glattrot des Feldes verwiesen. In den Augen von Schiedsrichter Tobias Gerach die einzig richtige Entscheidung (fussball.news berichtete), Lieberknecht empfand den Platzverweis jedoch als zu hart: "Ich habe schon das Gefühl, dass man es bei Elfmeter hätte belassen können." Als Marcel Schuhen gegen Tomas Cvancara parierte, wirkte es, als wäre das Glück trotzdem auf Darmstädter Seiten - bis Jordan (56.), Florian Neuhaus (73.) und Cvancara (77.) den Ausgleich erzielten.

Plötzlich spielt der SVD nach vorne

Den Hausherren glitt das Spiel aus den Händen, erst nach dem Ausgleich stabilisierte sich die Lieberknecht-Elf und schaltete sogar den Offensivgang ein. "Es gab Momente, in denen ich sage, da hätten wir es nicht gebraucht", sagte der Coach, der mit Bezug auf die Großchance durch Fabian Holland in der 79. Minute eingestand: "Aber wenn wir das 4:3 machen, sagen wir, wir haben alles richtig gemacht."

Lieberknecht sieht das Positive

Ähnlich gemischt lautete Lieberknechts Fazit zum gesamten Spiel. Auf der einen Seite war die Enttäuschung über den Ausgleich zu spüren, auf der anderen Seite hätte das Lob für die erste Halbzeit kaum größer ausfallen können. "Die Jungs waren sehr gut eingestellt und haben sehr, sehr vieles richtig gemacht. Gerade in der ersten Halbzeit haben sie ein unglaublich gutes Spiel gezeigt", so der 50-Jährige, der betonte: "Wir haben den ersten Punkt geholt, drei Tore geschossen — das zählt für mich eben halt auch." Genau diese Erfahrungswerte sollen dabei helfen, sich in der Liga zurechtzufinden und im Abstiegskampf eine Chance zu haben.

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Florian Bajus  
18.09.2023