Keine Nacht- und Nebelaktion

Leonardo: PSG vor Verpflichtung länger in Kontakt mit Messi

Messi im PSG-Trikot, noch immer ein ungewohnter Anblick. Foto: Imago
Messi im PSG-Trikot, noch immer ein ungewohnter Anblick. Foto: Imago

Lionel Messi hat bei seinem Champions-League-Debüt für Paris Saint-Germain am Mittwoch beim FC Brügge lediglich ein 1:1 geholt. Der gefürchtete Sturm-Dreizack aus dem Argentinier, Kylian Mbappe und Neymar hat noch nicht zugestochen. Die Verpflichtung des Superstars bleibt ein Meilenstein für PSG und Sportdirektor Leonardo.

Der Deal kam Anfang August scheinbar kurzfristig zustande, nachdem die Verlängerung von Messi beim FC Barcelona aus wirtschaftlichen Gründen scheiterte. Keine 72 Stunden nach dem tränenreichen Abschied von den Katalanen stand die Unterschrift bei PSG fest. Schwer vorstellbar deshalb, dass die beiden Seiten erst dann in Gesprächen miteinander involviert waren. Leonardo hat dies nun auch öffentlich klargestellt. 

"Wir haben gesprochen, aber erst nach dem 01. Januar"

"Ich kann nicht verhehlen, dass wir schon zuvor Kontakt hatten", erklärt der Brasilianer gegenüber dem TV-Sender Canal+ (Zitat via Marca). Wichtig ist ihm aber die Feststellung, dass sich PSG dabei an die Regeln gehalten habe. "Wir haben gesprochen, aber erst nach dem 01. Januar, also innerhalb der letzten sechs Monate vor seinem Vertragsende", so Leonardo. Erst dann dürfen im Sommer ablösefreie Spieler mit anderen Klubs verhandeln, ohne dass ihr aktueller Arbeitgeber sein Einverständnis erklären muss.

"Seine Vorstellung war, bei Barca zu bleiben"

Vor Neujahr habe es keinerlei Kontakt gegeben, erklärt Leonardo. Vonseiten der Barca-Verantwortlichen steht freilich der Vorwurf im Raum, PSG habe sich doch bereits vorher an die Messi-Partei gewendet. Vor dem Aufeinandertreffen in der Königsklasse im März kam es dabei zu medialen Scharmützeln. Damals allerdings gingen die meisten Beobachter von einem Verbleib von Messi aus. Auch Leonardo gehörte dazu: "Ich glaube, seine Vorstellung war, bei Barca zu bleiben und dort womöglich seine Karriere zu beenden. Aber als die Zeit vorbei war, hat sein Wunsch, zu uns zu kommen, uns dazu motiviert, ihn unter Vertrag zu nehmen."

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Lars Pollmann  
16.09.2021