Eintrachts Linksaußen

Lenz: Kostic ist mehr Vorbild als Konkurrent

Christopher Lenz (l.) mit Konkurrent Filip Kostic. Foto: Imago

In der ersten Pokalrunde beim 0:2 in Mannheim vertrat Christopher Lenz auf der linken Seite von Eintracht Frankfurt Filip Kostic. Beim 2:5 in Dortmund in der Liga standen sie in der zweiten Halbzeit gemeinsam auf dem Feld. Lenz sprach nun über die vermeintliche Konkurrenzsituation mit dem Serben.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Christopher Lenz kam im Sommer ablösefrei von Union Berlin zu Eintracht Frankfurt und schon früh war klar, dass er im ersten Pflichtspiel der Saison wohl von Beginn an auflaufen wird. In der ersten Pokalrunde beim Drittligisten Waldhof Mannheim war der etatmäßige Linksaußen Filip Kostic nämlich noch gesperrt. Sein Startelfdebüt für die Frankfurter hatte sich der 26-jährige Lenz aber durchaus anders vorgestellt. Im Folgespiel bei Borussia Dortmund in der Bundesliga (2:5) saß der Linksfuß zunächst wieder auf der Bank.

"Niemand hat gesagt, dass Filip zu Hundertprozent geht"

Eine Situation, die noch häufiger eintreten könnte, wenn Trainer Oliver Glasner bei der defensiven Dreierkette bleibt. Dann nämlich wird Ausnahmespieler Kostic auf dem linken Flügel gesetzt sein. Eine Ausgangslage, die Lenz akzeptiert: "Ich wusste vorher, dass es so sein kann. Mir hat niemand gesagt, dass Filip zu Hundertprozent geht. Mir war das auch nicht wichtig." Vielmehr habe er auch die Möglichkeit gesehen, mit dem 28-jährigen Nationalspieler in einem Team zu spielen: "Ich habe mich auch darauf gefreut, mit Filip zusammen zu spielen, weil er auf meiner Position offensiv eine unheimliche Qualität hat, von der ich selbst lernen möchte."

"Frage mich, wie er es macht"

Das wiederum sei laut Lenz gar nicht so einfach, "weil ich schaue hin und frage mich manchmal trotzdem, wie er es macht." Mit seiner Dynamik und seinem Tempo sowie seinen Flanken ist Kostic absoluter Leistungsträger bei den Hessen und beeindruckt scheinbar auch seine Mitspieler. Auch deshalb sagt Lenz: "Wenn er auf der Position spielt, muss ich mich hinten anstellen, aber ich igle mich nicht ein, sondern werde sauer und möchte noch eine Schippe drauflegen." Damit er zumindest - wie in Dortmund - mit Kostic gemeinsam auf dem Platz stehen darf. 

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Benjamin Heinrich  
18.08.2021