Abwehrchef gefunden

Leistner-Transfer: Thioune "brauchte jemanden, der sofort funktioniert"

Leistner soll dem HSV mit seiner Robustheit helfen. Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images
Leistner soll dem HSV mit seiner Robustheit helfen. Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV hat seine dringendste personelle Baustelle am Freitag geschlossen. Mit der Verpflichtung von Toni Leistner kam ein Innenverteidiger, der als Abwehrchef fungieren soll. Daniel Thioune hat damit seinen ausdrücklichen Wunsch erfüllt bekommen.

"Ich brauchte jemanden, der sofort funktioniert und links und rechts den einen oder anderen mitziehen kann. Ich glaube, diesen Erwartungen wird Toni auch gerecht werden", zitiert das Hamburger Abendblatt den Übungsleiter. Die zentrale Abwehr war bisher die große Schwachstelle des HSV in der Saisonvorbereitung. Der langfristige Ausfall von Rick van Drongelen spielt dabei ebenso eine Rolle wie der Rückstand von Ewerton, nachdem ihm ein Tumor entfernt wurde. Zuletzt musste Thioune wiederholt auf Stephan Ambrosius und Jonas David setzen, denen es an Erfahrung fehlt.

"Ballerobungsmentalität"

Leistner gilt beim HSV durchaus als Pendant zu Simon Terodde, der im Sturm für die Tore sorgen soll. Beide Spieler entschieden sich trotz anderer Angebote für den Verein, der die hohe Identifikation mit der Aufgabe natürlich gut heißt. Für Thioune dürften freilich die sportlichen Vorzüge von Leistner im Vordergrund stehen. "Er definiert sich über eine sehr hohe Robustheit, eine Balleroberungsmentalität. Er ist sehr gierig gegen den Ball, sehr aktiv", lobt der Chefcoach den 30-Jährigen. Der gebürtige Dresdner hatte zuvor seinen Vertrag beim englischen Zweitligisten Queens Park Rangers aufgelöst. Die Rückrunde verbrachte er als Kollege von Terodde beim 1.FC Köln, für den er mit 29 Jahren in der Bundesliga debütierte.

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Lars Pollmann  
29.08.2020