Verteidiger mit Führunganspruch

Leistner: "Ich sage nicht zu allem ja und amen"

Leistner wurde bei QPR als Neuzugang Kapitän. Foto: Justin Setterfield/Getty Images
Leistner wurde bei QPR als Neuzugang Kapitän. Foto: Justin Setterfield/Getty Images

Mit Toni Leistner hat der Hamburger SV auf der Suche nach einem Verteidiger mit Führungsqualitäten eine überzeugende Lösung präsentiert. Daniel Thioune wünschte sich eine Sofortverstärkung, der 30-Jährige hat allemal genügend Selbstbewusstsein dafür.

"Wer mich in meinen vorherigen Stationen gesehen hat, der weiß, dass ich gerne vorweg gehe. Ich sage nicht zu allem ja und amen", zitiert das Hamburger Abendblatt den Neuzugang des HSV aus einer Presserunde. Stellvertretend für seine Führungsqualitäten verweist Leistner darauf, dass er bei den Queens Park Rangers 2018 als Neuzugang gleich die Kapitänsbinde übernahm. Ob er für Trainer Thioune heuer ebenfalls für das Amt infrage kommt, bleibt offen.

Entscheidendes Gespräch mit Thioune

Sehr wohl aber bestätigt der gebürtige Dresdner, dass ein Gespräch mit dem Übungsleiter den entscheidenden Anstoß zum Transfer nach Hamburg gab. "Es klang sehr spannend, wie sie sich das Projekt in der kommenden Saison vorstellen. Der HSV hat viele Talente, die sind hungrig. Das gefällt mir." So ging Leistner mit voller Überzeugung einen Schritt zurück. Im Alter von 29 Jahren hatte er in der Rückrunde auf Leihbasis beim 1.FC Köln sein Debüt in der Bundesliga gefeiert.

"HSV in einer Liga, wo er gar nicht hingehört"

Bei den Rothosen werden sie gerne hören, dass Leistner es für einen Rückschritt auf Zeit zu halten scheint. "Der HSV spielt in einer Liga, wo er gar nicht hingehört", sagt er jedenfalls. "Für mich war das eine einfache Entscheidung." Daran trägt auch die Strahlkraft des HSV als Traditionsklub einen Anteil. Mit Köln, QPR, zuvor Union Berlin und Dynamo Dresden hat Leistner stets für Vereine gespielt, die auf eine große Historie zurückblicken und ein großes Fanaufkommen aufweisen. "Wenn ich irgendwann mal auf meine Karriere zurückschaue, dann kann man schon stolz darauf sein", so Leistner.

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Lars Pollmann  
30.08.2020