Verändertes Strafmaß

Leistner: "Die Strafe jetzt akzeptiere ich"

Leistner muss in der Liga nur noch einmal zuschauen. Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images
Leistner muss in der Liga nur noch einmal zuschauen. Foto: Thomas Eisenhuth/Getty Images

Toni Leistner hat mit seinem Einspruch gegen die Sperre nach seinem Ausflug auf die Tribüne von Dynamo Dresden Erfolg gehabt. Der Verteidiger steht dem Hamburger SV kommende Woche Sonntag gegen Erzgebirge Aue wieder zur Verfügung. 

Anstatt drei Pflichtspielen Sperre (plus zwei auf Bewährung) muss der Neuzugang nun zwar insgesamt viermal zuschauen. Allerdings teilen sich die Partien zu gleichen Teilen auf die 2. Bundesliga und den DFB-Pokal auf. Da sind die Hanseaten bereits ausgeschieden, seine Sperre kann Leistner im Cup also erst 2021 absitzen. "Wichtig ist, dass Leistner im richtungsweisenden Spiel gegen Aue wieder dabei ist. Das war auch im Sinne des HSV", zitiert die Bild-Zeitung Anwalt Christoph Schickhardt, der den Profi bei der Verhandlung vertrat.

"Es ist ein Erfölgle"

"Mir war es wichtig, persönlich gehört zu werden. Die Strafe jetzt akzeptiere ich", äußert sich Leistner selbst. Beim abgeänderten Urteil profitiert er von mildernden Umständen, die sich im Strafmaß äußern. Dazu gehört die ungeheuerliche Provokation, die Leistner vom betreffenden Zuschauer, den er sich vorknöpfte, empfand. Ein Freispruch, wie etwa von TV-Experte Lothar Matthäus gefordert, war freilich zu keinem Zeitpunkt realistisch. "Es ist ein Erfölgle", so Schwabe Schickhardt: "Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach." Sein 30-jähriger Klient muss somit in Liga zwei nur noch am Montagabend zusehen. Der Hamburger SV trifft da auswärts auf Absteiger SC Paderborn.

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Lars Pollmann  
24.09.2020