Von Madrid zu Valladolid?

Leihrückkehrer Reinier bei Real einsam im Transferstau

Reinier hat zwei vergeudete Jahre hinter sich. Foto: Getty Images
Reinier hat zwei vergeudete Jahre hinter sich. Foto: Getty Images

Nach einer reichlich verkorksten Leihe zu Borussia Dortmund ist Reinier im Sommer ohne großes Selbstvertrauen zu Real Madrid zurückgekehrt. Dass der Brasilianer in dieser Saison kein Thema für den Champions-League-Sieger ist, lag sogleich auf der Hand. Dennoch ist der Mittelfeldmann auch knapp dreieinhalb Wochen vor Schließung der Transferfenster noch bei den Blancos.

Ein Wechsel zu Benfica hatte sich vor Wochen zerschlagen, weil der portugiesische Traditionsklub nicht die Rolle des Ausbildungsvereins für Real spielen und sich deshalb eine moderate Kaufoption für den Olympiasieger sichern wollte. Seither ist es still um Reinier geworden, der laut eines Berichts der Sportzeitung AS freiwillig auf die Teilnahme an der USA-Reise der Madrilenen verzichtete, um einen schnellen Wechsel zu ermöglichen. Dem Bericht zufolge hat sich der 20-Jährige aber auch nach der Rückkehr des Teams von Carlo Ancelotti nicht dem Trainingsbetrieb angeschlossen.

Ronaldo lockt zu Real Valladolid

Ebenso wenig sei er in die Saisonvorbereitung der zweiten Mannschaft eingestiegen. Stattdessen absolviere Reinier derzeit einsame Fitnesseinheiten in Valdebabas, in der Hoffnung, dass sich eine Option auftun möge. Die konkreteste bietet dem Vernehmen nach Real Valladolid, wo Real-Legende Ronaldo Nazario Mehrheitseigner und Präsident ist. Der Landsmann würde Reinier die Chance bieten, in Spanien und sogar in örtlicher Nähe zu Madrid zu bleiben, sich an LaLiga zu gewöhnen und 2023 gestärkt zum aktuellen Meister zurückzukehren. Allerdings ist laut der AS ein Deal aktuell nicht möglich. Zunächst müsse Aufsteiger Valladolid einige Spieler mit hohen Gehältern loswerden, um Reinier für den Spielbetrieb registrieren zu können.

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Lars Pollmann  
07.08.2022