FC Schalke 04

Leihgeschäfte als Zwischenlösung: Auf Schröder wartet ein anstrengender Sommer 2022

Auf S04-Sportdirektor Rouven Schröder wartet im kommenden Sommer erneut viel Arbeit. Foto: Imago.
Auf S04-Sportdirektor Rouven Schröder wartet im kommenden Sommer erneut viel Arbeit. Foto: Imago.

Trotz der zahlreichen Transfers ist die Kaderplanung des FC Schalke 04 längst nicht abgeschlossen. Ein Hauptgrund dafür sind die vielen Leihgeschäfte, die Sportdirektor Rouven Schröder eingefädelt hat.

Beim FC Schalke 04 waren kreative Lösungen auf dem Transfermarkt gefragt. Die Knappen verfügen über geringe finanzielle Mittel, viel Handlungsspielraum war somit nicht gegeben. Neben zahlreichen ablösefreien Transfers (sechs Zugänge, neun Abgänge) setzte Sportdirektor Rouven Schröder daher auf Leihgeschäfte, wie der kicker aufzeigt. 

Leih-Transfers als Zwischenlösung

Von insgesamt 45 Transfers wurden 13 auf Leihbasis getätigt. Sechs Akteure verstärken den S04 vorübergehend, sieben haben den Klub verlassen. Für Schröder bedeutet dieser Umstand zwar, dass die Transferaktivitäten für diesen Sommer abgeschlossen sind. In einem Jahr beginnt das Spiel aber wieder von vorne. Das betrifft sowohl ausgeliehene als auch verliehene Spieler. Vom sportlichen Erfolg in dieser Saison dürfte abhängen, ob die Kaufoptionen für Ko Itakura, Yaroslav Mikhailov, Thomas Ouwejan, Marvin Pieringer und Rodrigo Zalazar gezogen werden. Darüber hinaus wird Schröder daran arbeiten, einige Leihgaben - wie etwa Amine Harit - endgültig abzugeben. Sollte sich der Markt in den kommenden Monaten nicht erholen, droht womöglich aber ein zäher Transfersommer 2022.

Harit-Transfer sorgt für Erleichterung

Dass vorübergehend auf Leihgeschäfte gesetzt wurde, hatte dem kicker zufolge den Zweck, die Gehaltskosten zu senken. Ein vermutlich elementarer Aspekt, um die von der DFL erteilten Auflagen für den Erhalt der Lizenz für diese Saison zu erfüllen. Allen voran der Transfer von Harit zu Olympique Marseille hat laut Sportvorstand Peter Knäbel den drohenden Punktabzug verhindert: "Der Transfer war von existenzieller Bedeutung, er gibt uns Luft", sagte Knäbel am Sonntag (fussball.news berichtete).

Florian Bajus  
06.09.2021