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Bekenntnis vom Top-Vorlagengeber

Leibold: "Wichtig, dass ein Gerüst an Spielern bleibt"

Leibold will beim HSV mehr Verantwortung übernehmen. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images
Leibold will beim HSV mehr Verantwortung übernehmen. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Beim Hamburger SV konnte sich in der letztlich erneut enttäuschenden Vorsaison vor allem Tim Leibold in den Fokus spielen. Der wohl beste Linksverteidiger der 2. Bundesliga galt als Kandidat für einen Wechsel ins Oberhaus. Doch er bekennt sich zu den Rothosen.

Es ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz zu sagen: Wir müssen beim HSV etwas entwickeln, anstatt permanent alles infrage zu stellen", so der 26-Jährige gegenüber Sport Bild. "Für den Verein ist es jetzt mal wichtig, dass ein Gerüst an Spielern bleibt, damit etwas wachsen kann." Zu diesem Gerüst würde der HSV Leibold selbst nur zu gerne zählen. Medien berichteten zuletzt, trotz immer wieder kolportierten Interesses habe es noch keine Angebote für den Stammspieler gegeben. 

"Bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen"

"Dass ich in meiner Karriere noch einige Bundesliga-Spiele machen will, das ist klar", sagt Leibold. Schiebt aber nach: "Am liebsten für den HSV." Er fühlt sich trotz des verpassten Aufstiegs sehr wohl, bereut den Wechsel vom 1.FC Nürnberg nicht. Nach einer individuell herausragenden Saison mit 16 Assists in der 2. Bundesliga will Leibold nun auch stärker in eine Führungsrolle wachsen. "Ich bin bereit, noch mehr Verantwortung zu übernehmen." Dies wohl auch, weil in ihm die Erkenntnis gereift ist, der verpasste Aufstieg sei einer gewissen Unreife im Team anzulasten.

"Einer guten Mannschaft passiert so etwas nur einmal"

"Wir haben viel zu oft wertvolle Punkte in der Nachspielzeit hergegeben. Einer guten Mannschaft in der 2. oder 1. Liga passiert so etwas nur einmal, maximal zweimal. Uns gleich viermal." So war das Scheitern am großen Ziel auch nicht das Ergebnis einer Verschwörung versteckter Mächte gegen den HSV. "Wir haben es selbst vergeigt, darum beschweren wir uns auch nicht", bringt Leibold es auf den Punkt.

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Lars Pollmann  
29.07.2020