Kandidat für die Kapitänsbinde?

Leibold: "Ich muss mehr Verantwortung übernehmen"

Leibold war der womöglich konstanteste Leistungsträger des HSV. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Leibold war der womöglich konstanteste Leistungsträger des HSV. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Würden beim Hamburger SV alle Verpflichtungen so einschlagen wie die von Tim Leibold, der Klub wäre wohl kaum ein drittes Jahr in Liga zwei unterwegs. Der Linksverteidiger hat eine herausragende Spielzeit hinter sich und gehört zu den großen Hoffnungsträgern auf den Wiederaufstieg.

Satte 16 Torvorlagen waren dem nicht mal zwei Millionen Euro teurem Neuzugang vom 1.FC Nürnberg in der abgelaufenen Saison gelungen. Diese Leistung zu bestätigen ist das individuelle Ziel, das sich Leibold auf die Fahne geschrieben haben dürfte. Außerdem will er der Mannschaft auch als Persönlichkeit Halt geben. "Ich werde Ende November 27 Jahre alt und gehöre bei uns im Team zu den erfahrenen Spielern. Da habe ich mir selbst nach der letzten Saison gesagt, dass ich mehr Verantwortung übernehmen muss", so der gebürtige Schwabe gegenüber der Hamburger Morgenpost.

"Jeder von uns ist bereit"

Mit diesem Anspruch rennt Leibold bei Neu-Trainer Daniel Thioune wohl offene Türen ein. Der Chefcoach hat den Linksverteidiger wohl auch im Auge, was die Kapitänsrolle angeht. In der Vorbereitung hat Thioune schon mehrere HSV-Spieler mit der Binde auflaufen lassen. "Wir werden sehen, wie sich der Trainer letztlich entscheidet. Jeder von uns ist bereit, egal wem er das Ding gibt", sagt Leibold. Die Verantwortung müsse letztlich ohnehin auf mehrere Schultern verteilt werden. Neben dem Top-Vorlagengeber zählen dem Vernehmen nach der bisherige Amtsinhaber Aaron Hunt, Neuzugang Klaus Gjasula und David Kinsombi zu den Anwärtern.

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Lars Pollmann  
26.08.2020