Leihgabe von ManUnited

Leben aus dem Koffer: Sancho rechnet mit BVB-Abschied

Sancho ist nur bis Saisonende an den BVB verliehen. Foto: Getty Images
Sancho ist nur bis Saisonende an den BVB verliehen. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat sich im Winter einen Qualitätssprung ausgeliehen. Mit Ian Maatsen und Jadon Sancho sind zwei spielstarke Profis aus der Premier League zunächst bis Sommer unter Vertrag genommen worden. Gerade um den Rückkehrer Sancho ist dabei ein regelrechter Hype entstanden. Allerdings rechnen wohl beide Seiten damit, dass das Vergnügen nur von kurzer Dauer ist.

Gesamtpaket für den Rückkehrer ist mutmaßlich nicht zu stemmen

Wie fussball.news berichtet hat, betrachtet Manchester United die Deal um den englischen Offensivspieler als Entwicklungsleihe. Sancho soll seinen Marktwert rehabilitieren, um im Sommer für gutes Geld verkauft zu werden, sofern es nicht doch noch einen Weg zurück in die Mannschaft von Erik ten Hag (oder eines Nachfolgers auf dem Trainerposten?) gibt. Eine Kaufoption war für den BVB so nicht drin, dass sich die Schwarzgelben das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt für Sancho leisten können, gilt gemeinhin als unwahrscheinlich. Ein weiteres Indiz, das auf ein Intermezzo nur bis Sommer deutet, liefert nun die Bild-Zeitung.

Sancho hat sich im Teamhotel des BVB einquartiert

Dem Boulevardblatt zufolge lebt Sancho sprichwörtlich aus dem Koffer, hat sich bis Saisonende im Mannschafts-Hotel 'l’ Arrivee' einquartiert. Der 23-Jährige sieht damit davon ab, neuerliche Wurzeln in Dortmund zu schlagen. Weil er weiß, dass es im Sommer mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht beim BVB weitergeht? Die Vermutung liegt wenigstens nahe. "Wenn man weiß, was wir vor zweieinhalb Jahren für Jadon Sancho bekommen haben, dann weiß man auch, dass es jetzt womöglich sehr sehr schwer wird", erklärte Sebastian Kehl Anfang des Monats gegenüber dem TV-Sender Sky.

Wohnt am Phoenix-See: Größere Hoffnung bei Chelsea-Leihgabe Maatsen

Im Sommer 2021 hatte der BVB rund 85 Millionen Euro Ablöse für Sancho von ManUnited kassiert, dort ist der damalige Nationalspieler mit einem Gehalt von kolportierten 17 Millionen Euro pro Saison ausgestattet worden. Sofern die Red Devils und Sancho selbst nicht erhebliche Abstriche machen, ist eine Weiterverpflichtung für die Schwarzgelben nahezu utopisch. Immerhin: Bei Maatsen, der in seinen ersten Wochen beim BVB einen herausragenden Eindruck hinterlässt, ermöglicht eine Ausstiegsklausel im Vertrag beim FC Chelsea grundsätzlich einen längeren Verbleib in Dortmund. Ob der BVB 35 Millionen Euro aufbringen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Dem Bericht zufolge hat sich Maatsen übrigens in einer möblierten Wohnung am Phoenix-See eingelebt. In der exklusiven Wohngegend sind viele Teamkollegen Nachbarn des Niederländers. Auch über den Sommer hinaus?

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Lars Pollmann  
17.02.2024