Kein Geld, aber teure Transfers?

Laporta reagiert auf Nagelsmann: "Verzerrung der Realität"

Laporta ist Präsident des FC Barcelona. Foto: LLUIS GENE/AFP via Getty Images)
Laporta ist Präsident des FC Barcelona. Foto: LLUIS GENE/AFP via Getty Images)

Die Transferaktivitäten des FC Barcelona sorgen bei Julian Nagelsmann für Verwunderung. Nun hat Vereinspräsident Joan Laporta auf die Aussagen des Cheftrainers des FC Bayern reagiert.

Der wochenlange Transferpoker um Robert Lewandowski hat noch vor der US-Tour des FC Bayern ein Ende gefunden. Der Stürmer wechselte für 45 Millionen Euro zum FC Barcelona, den er nach seinem Wechselwunsch als neues Ziel auserkoren hatte. Aufgrund der zahlreichen Berichte über die wirtschaftlichen Probleme der Katalanen wunderte sich Julian Nagelsmann allerdings über die Kaufkraft der Katalanen: "Es ist nicht nur Lewy, sie kaufen viele Spieler - ich weiß nicht, wie. Es ist der einzige Klub in der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will", sagte der Bayern-Coach gemäß dem Sportbuzzer.

Laporta kontert: "Verzerrung der Realität"

 

 

Zwar beschwichtigte Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn wenig später Nagelsmanns Worte ("Die finanzielle Situation eines Vereins, wie es der FC Barcelona ist, aus der Distanz zu beurteilen und Urteile zu fällen, das finde ich eher ein bisschen schwierig"), angekommen sind sie in Spanien dennoch. Gemäß dem spanischen Journalisten Toni Juanmarti konterte Barca-Präsident Joan Laporta in einer Medienrunde: "Ich würde ihnen sagen, sie sollen auf ihr Girokonto schauen, da kommt eine Menge Geld für Lewandowski rein. Was sie tun, ist eine Verzerrung der Realität."

"Wir sind wieder auf dem Markt"

Der FC Bayern habe "die Stärke von Barca nicht erkannt", sagte Laporta und ergänzte: "Denjenigen, die überrascht sind, möchte ich sagen, dass wir hellwach sind. Wir sind wieder auf dem Markt. Das Gewicht, die Stärke und der Wert eines Unternehmens mit einer mehr als 122-jährigen Geschichte sind beachtlich." Eine erneute Antwort aus München ist indes nicht zu erwarten.

Florian Bajus  
29.07.2022