Schwere Anschuldigungen

LaLiga-Boss: "PSG hätte Mbappe auch 200 Mio. mehr gezahlt"

Mbappe verlängerte im Mai bei PSG. Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/AFP via Getty Images
Mbappe verlängerte im Mai bei PSG. Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/AFP via Getty Images

LaLiga-Präsident Javier Tebas erhebt nun schwere Anschuldigungen gegen Paris Saint-Germain. Der Spanier echauffiert sich über die finanziellen Machenschaften des französischen Hauptstadtklubs und bezieht sich damit nicht zuletzt auf Kylian Mbappes Verlängerung.

Was Paris Saint-Germain treibt, stößt Javier Tebas äußerst sauer auf. In einem Interview mit der französischen Sportzeitung L'Equipe (zitiert via Marca) holt der Vorsitzende LaLigas zum Rundumschlag gegen PSG aus. Der spanische Geschäftsmann appelliert darin unter anderem an die UEFA, härtere Sanktionen bei Verstößen gegen das Financial Fairplay zu verhängen. Geldstrafen täten PSG nicht weh, sagt Tebas und meint: "10 Millionen Euro sind für PSG und Nasser (Al Khelaifi, Präsident des Klubs; d. Red.) wie ein Kaffee."

Tebas: PSG "zerstört Ökosystem des europäischen Fußballs"

Tebas kommt in diesem Zusammenhang auch auf Kylian Mbappe zu sprechen. Der lange Zeit von Real Madrid umworbene Angreifer verlängerte im vergangenen Mai seinen Kontrakt bei PSG bis mindestens 2024 mit Option auf ein weiteres Jahr. Angeblich für einen Wert von insgesamt 630 Millionen Euro bei Erfüllung bis 2025 (fussball.news berichtete). "Wenn sie Mbappe 200 Millionen mehr hätten zahlen müssen, hätten sie es gemacht", behauptet Tebas. Der LaLiga-Boss rechnet vor, dass die Pariser in den vergangenen Jahren dank ihrer Besitzer aus Katar unzählige Millionen investierten, insgesamt aber Verluste in astronomischer Höhe verzeichneten. Das, so Tebas, würde "das Ökosystem des europäischen Fußballs zerstören". Der 60-Jährige fragt rhetorisch: "Wie können die anderen Vereine mit einem Verein konkurrieren, der eine Milliarde Euro verliert?" Dies sei schlichtweg "kompliziert".

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Adrian Kuehnel  
26.10.2022