Aus in Berlin

Labbadias Co-Trainer Jansen packt aus: Deshalb sind wir bei Hertha gescheitert

Olaf Janßen erklärt das Scheitern in Berlin.
Olaf Janßen erklärt das Scheitern in Berlin. Foto: Getty Images

Trainer Bruno Labbadia konnte bei Hertha BSC am Ende das Ruder nicht mehr herumreißen. Sein Assistent Olaf Janßen erklärt die Gründe für das Scheitern in Berlin.

Nicht mal ein Jahr konnte sich Bruno Labbadia bei Hertha BSC halten, nach einer 1:4-Niederlage gegen Werder Bremen war Schluss für den Coach. "Die Rahmenbedingungen waren bei unserem Start extrem schwierig. Corona, Abstiegskampf. Wir haben diese Herausforderung mit der Mannschaft hervorragend gemeistert und diese schwierige Situation zusammen angenommen", blickte Olaf Janßen auf den Start im Sommer zurück.

Janßen erklärt die Gründe für das Scheitern

Der Co-Trainer erklärte bei Sport1: "Es sollte ein personeller Umbruch in der Sommerpause stattfinden. Dieser konnte aus bekannten veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht stattfinden." Janßen zählte weitere Gründe auf: "Es ist eine Mannschaft aus vielen Nationen, Sprachen und Kulturen. Und ab dem ersten Tag lag eine enorme Erwartungshaltung von außen und innen auf allen, dass man eigentlich zu den ersten sechs bis sieben Mannschaften der Bundesliga gehört, obwohl noch gar kein Spieltag in der jetzt laufenden Saison gespielt war."

"Am Ende zehn Punkte gefehlt"

Das Fazit fällt bitter aus: "Am Ende haben uns gefühlt zehn Punkte gefehlt." Janßen bedauert das fehlende Kollektiv: "Wir haben es nicht geschafft, die Führungsspieler bedingungslos hinter unsere DNA zu bringen und dass diese für die Mannschaft durchs Feuer gehen, wo jeder seine eigenen Interessen hinter die der Mannschaft stellt und alles für den Erfolg tut."

Florian Bolker  
09.02.2021