Unglückliche Abstellungsperiode

Labbadia setzt auf Länderspiel-Einsätze: "Sonst wäre das eine Katastrophe"

Labbadia hofft, dass seine Profis sich über Einsätze Schliff holen. Foto: WOLFGANG RATTAY/POOL/AFP via Getty Images
Labbadia hofft, dass seine Profis sich über Einsätze Schliff holen. Foto: WOLFGANG RATTAY/POOL/AFP via Getty Images

Die Länderspielpause im September ist den Bundesligisten seit Jahren ein Dorn im Auge. In der neuen Saison ist der Termin besonders bemerkenswert, weil die Profis mitten in der Vorbereitung auf Reisen gehen. Bruno Labbadia setzt darauf, dass seine Spieler über internationale Einsätze Praxis sammeln.

"Ich hoffe, dass die Nationalspieler bei ihren Ländern spielen. Sonst wäre das für uns wie für die Spieler eine Katastrophe", zitiert die Bild-Zeitung den Cheftrainer. Aus der Vorbereitung gerissen zu werden, um dann nicht zu spielen, das wäre für Labbadia die denkbar schlechteste Variante. Der Hertha-Coach muss voraussichtlich auf etwa zehn Profis verzichten, laut Medienberichten darf sich unter anderem Torhüter Alexander Schwolow Hoffnungen auf eine Einladung zum DFB-Team machen.

"Wir bauen eine komplett neue Achse auf"

Darunter leidet natürlich nicht zuletzt die Qualität im Training bei Hertha BSC. Für Labbadia ist es besonders ärgerlich, weil es seine erste Vorbereitung mit der Mannschaft ist. "Wir haben relativ viele Nationalspieler. Das ist für uns ein Problem, weil wir eine komplett neue Achse aufbauen", erklärt der Ex-Profi. Ein allenfalls schwacher Trost ist, dass es den übrigen Bundesligisten kaum besser geht. "Die Terminierung ist dieses Jahr für alle Beteiligten kompliziert", sagt Labbadia. Das gilt freilich auch für die Nationalmannschaften selbst, die nicht eben Spieler in Topform einbestellen.

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Lars Pollmann  
25.08.2020