"Ich war auch kein einfacher Spieler"

Labbadia lobt Cunha-Reaktion: "Dafür bin ich Fußballlehrer"

Cunha verdiente sich ein Sonderlob von Labbadia. Foto: Imago
Cunha verdiente sich ein Sonderlob von Labbadia. Foto: Imago

Hertha BSC hat am Samstagabend gegen den FC Schalke 04 mit 3:0 gewonnen und dabei unter anderem von einer starken Leistung von Matheus Cunha profitiert. Der Angreifer zeigte die richtige Reaktion auf markige Kritik von Bruno Labbadia, der nun ein Sonderlob verteilte.

Vor Weihnachten hatte der Chefcoach der Alten Dame mit deutlichen Worten gegen den brasilianischen Stürmer aufhorchen lassen. Beim 1:4 gegen den SC Freiburg nahm er Cunha zur Halbzeit vom Feld, kritisierte anschließend eine "unterirdische" Leistung und "nicht passende Körpersprache" beim 21-Jährigen. Gegen Schalke nun zeigte der Jungstar wohl genau das, was Labbadia sich erhoffte: Eine deutliche Reaktion und Leistungssteigerung.

"Ich war auch kein einfacher Spieler"

"Ich war auch kein einfacher Spieler, ich dachte, ich wüsste, wie die Welt funktioniert. Dafür bin ich Fußballlehrer und muss darauf hinweisen, wenn sie mal falsch abbiegen", zitiert Sport1 den Übungsleiter nun. Es gehöre zu den Aufgaben eines Trainers, die Spieler auch außerhalb des Platzes weiterzubringen. Seine Kritik an Cunha war demnach sozusagen eine Erziehungsmaßnahme, die Früchte trägt. "Fakt ist, ich lasse nie jemanden fallen, solange ich merke, dass daraus gelernt wird."

"Er hat extreme individuelle Qualitäten"

Genau das tat Cunha scheinbar, zeigte mehr Engagement und belohnte sich mit Beteiligungen an den ersten beiden Hertha-Treffern gegen Schalke. "Er ist jemand, der unser Spiel besser machen kann und extreme individuelle Qualitäten hat", sagt Labbadia über den im Oktober erstmals zur A-Nationalmannschaft berufenen Brasilianer. Die mit größerer Konstanz aus Cunha zu fördern sieht der Chefcoach wohl auch als eine ganz persönliche Aufgabe.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
03.01.2021