Kaum Bewegung

Labbadia kritisiert Berliner Transferpolitik

Bruno Labbadia ärgert sich über den zähen Transfermarkt.
Bruno Labbadia ärgert sich über den zähen Transfermarkt. Foto: Getty Images

Hertha BSC hat auf dem Transfermarkt noch so seine Schwierigkeiten. Trainer Bruno Labbadia zeigt sich darüber wenig erfreut.

Trotz Windhorst-Millionen hat Hertha BSC noch nicht die ganz großen Transfers getätigt. "Ein bisschen einfacher habe ich mir die Transferzeit schon vorgestellt", stöhnte Bruno Labbadia im Tagesspiegel auf. Der Coach erklärte: "Als wir in die Vorbereitung gestartet sind, hatten wir einen klaren Plan, wen wir am liebsten für welche Position holen wollen. Davon konnten wir aus den verschiedensten Gründen so viel bisher nicht umsetzen."

Noch keine Topstars bei der Hertha

Obwohl das Geld vom Investoren fließt, kommen die Berliner nicht an ihre gewünschten Topleute heran. Spieler wie Julian Draxler, Mario Götze oder Mesut Özil wurden zwischenzeitlich genannt, gekommen ist keiner davon. Labbadia ordnete ein: "Wir haben zwar jetzt mehr Geld zur Verfügung. Aber das geben die Vereine, die vor uns stehen, seit zehn Jahren aus."

Labbadia ärgert zäher Transfermarkt

Geduld ist eine Tugend, die es vor allem im Fußball nur selten gibt. Der Coach gab zu: "Das heißt, sie haben auch zehn Jahre Vorsprung, und den werden wir nicht in einem Jahr aufholen." Der schnelle Sprung in die Königsklasse? Wohl kaum möglich, wie Labbadia ergänzte: "Auch nicht in zwei. Das ist unmöglich."

Christopher Michel  
11.09.2020