Schmunzelt über Spekulationen

Labbadia gibt Auskunft über Herthas Kaderplanung

Bruno Labbadia gibt Auskunft über Herthas Kaderplanung.
Bruno Labbadia gibt Auskunft über Herthas Kaderplanung. Foto: Imago Images

Obwohl Hertha BSC aufgrund seines neureichen Status von Myriaden von Wechselgerüchten umgeben ist, hat der Bundesligist auf dem Sommertransfermarkt noch keinen Transfer getätigt. Wie Trainer Bruno Labbadia schildert, wollen sich die Berliner wenn möglich auf jeder Position adäquat verstärken. Im Vordergrund steht die Verpflichtung eines neuen Torhüters.

"Ich glaube, inzwischen wurden um die 40 Spieler mit uns in Verbindung gebracht – das ist schon amüsant", witzelte Bruno Labbadia am Dienstag während einer Medienrunde. Tatsächlich ist die nationale Gerüchteküche übersät von Spielern, an denen Hertha BSC Interesse signalisieren soll. Julian Draxler, Duvan Vergara, Luka Jovic, Kevin Trapp, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Neuer Keeper soll her

Konkret ging Labbadia auf die Planungen im Tor ein. Nach dem Abgang von Thomas Kraft soll ein Torhüter dazugeholt werden, "der den Konkurrenzkampf schürt und auch stark genug ist, die Eins zu sein", so Labbadia, der nach jemandem suche, der gut in das Team passe und fußballerisch überzeugen könne. Grundsätzlich wolle die Hertha auf jeder Position besser werden, wobei der Faktor Geld dem BSC in diesem Sommer einen gehörigen Vorteil verschaffen dürfte. Zumindest wenn die Kaderplander nach Labbadias Gusto vorgehen: "Qualität kostet Geld, und mir ist es lieber, wir verpflichten weniger Spieler, die uns dafür wirklich voranbringen und zu den vorhandenen Profis passen – zumal dieser Weg auch die Tür für junge Spieler offenlässt, die mittrainieren und sich Einsatzzeit verdienen können."

Hängepartie bei Zeefuik

Die Hertha treibt derweil mit Deyovaisio Zeefuik den ersten Sommerneuzugang voran, der auch in dieser Periode unter Vertrag genommen wird. Der Rechtsverteidiger hatte zuletzt öffentlich Druck auf den FC Groningen ausgeübt. Die Niederländer sperren sich noch gegen einen Transfer, Knackpunkt ist die Ablöse. Während Groningen auf seine Forderung von sechs Millionen Euro beharrt, will Hertha nur deren drei zahlen. Zwischen der Hertha und Zeefuik soll dagegen schon alles geklärt sein.

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Andre Oechsner  
28.07.2020