Neid auf "neureiche" Hertha

Labbadia: "Der größte Trugschluss, dass wir plötzlich im Geld schwimmen"

Labbadia schied mit Hertha im Pokal aus. Foto: Martin Rose/Getty Images
Labbadia schied mit Hertha im Pokal aus. Foto: Martin Rose/Getty Images

Hertha BSC ist am Freitagabend spektakulär gegen Eintracht Braunschweig aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Häme und Spott für den Big City Club ließen nicht auf sich warten und dürften die Alte Dame auch in den kommenden Monaten bei jedem Stolperer begleiten. Bruno Labbadia ärgert die öffentliche Wahrnehmung seines Arbeitgebers.

"Der größte Trugschluss besteht derzeit in der Annahme, dass wir plötzlich im Geld schwimmen. Die finanziellen Mittel, die wir jetzt zur Verfügung haben, haben die Klubs, die vor uns stehen, seit Jahren", so der Chefcoach gegenüber Welt am Sonntag. Hertha steht dabei vor der nächsten Charge an Investitionen von Lars Windhorst und seiner Holding Tennor, die die Gesamtsumme auf über 350 Millionen Euro anwachsen lassen werden. In Transfers investierte die Hertha dabei 'nur' etwa 120 Millionen.

"Verein muss sehr clever haushalten"

"Es geht auch um Infrastruktur und Zukunftsprojekte. Der Verein muss sehr clever mit seinen Mitteln haushalten", sagt Labbadia. Auch in der aktuellen Lage, da das Aus im Pokal eklatante Schwächen offenbart hat, sei der Klub nicht im Begriff, die Schatulle auf dem Transfermarkt weit zu öffnen. Die Mittel der Hertha reichten dabei nur für ein, zwei Spieler aus dem oberen Regal, meint Labbadia. "Trotzdem merken wir, dass wir gern als Neureiche bezeichnet werden. Und das trifft nicht ganz zu." Es sind Probleme, die andere Klubs zu gerne hätten.

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Lars Pollmann  
13.09.2020