Ex-VfB-Profi vergleicht die Erwartungen

Kuzmanovic: "Wir haben UEFA Cup gespielt, das hat niemanden interessiert"

Kuzmanovic spielte zu erfolgreicheren Zeiten beim VfB. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Kuzmanovic spielte zu erfolgreicheren Zeiten beim VfB. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der VfB Stuttgart hat zum zweiten Mal binnen weniger Jahre den Betriebsunfall Abstieg im ersten Versuch gerade gebogen. Für die Schwaben geht es nun darum, sich wieder dauerhaft als Bundesligist zu etablieren. Zu Zeiten von Zrdavko Kuzmanovic beim VfB waren die Erwartungen ganz andere.

"Jetzt ist man zufrieden, wenn man die Klasse hält. Wir haben damals UEFA Cup gespielt. Das hat niemanden interessiert. Es kamen 15 000 Zuschauer, niemand wollte die Spiele schauen", erinnert der Mittelfeldspieler im Podcast 'PodCannstatt' der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Seinerzeit habe beim VfB noch alles von der Champions League geträumt, der Klub schwebte in ganz anderen Sphären. "Jetzt sind sie zufrieden, wenn man nicht absteigt und man sagt: 'Wir hoffen, dass wir uns etablieren können'", so Kuzmanovic.

Neun Tore waren nur "ok"

Der Serbe spielte von 2009 bis 2013 für den Klub, der ihn damals als Rekordeinkauf von der AC Florenz verpflichtete. "Ich habe mal neun Tore geschossen als defensiver Mittelfeldspieler, da hieß es, die Saison war ok, man erwartet von einem Rekord-Transfer aber mehr. Jetzt wären sie zufrieden, wenn ein Mittelfeldspieler annähernd an fünf Tore heran käme", sagt der aktuell vereinslose 32-Jährige. Es sei für den Kopf durchaus eine Belastung gewesen, ständig von sich selbst als Rekord-Transfer zu lesen und zu hören. "Ich habe mein bestes versucht und ich war mit der Bilanz bei Stuttgart auch zufrieden", sagt Kuzmanovic aber. Das Trikot mit dem Brustring trug er insgesamt 127 Mal in Pflichtspielen zur Schau.

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Lars Pollmann  
21.08.2020