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Kurios: Upamecano muss zum Start der Saisonvorbereitung in Leipzig erscheinen

Upamecano verlässt RB Leipzig, um zum FC Bayern zu gehen.
Upamecano verlässt RB Leipzig, um zum FC Bayern zu gehen. Foto: Imago

Dayot Upamecano wechselt dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern München. Allerdings muss der Franzose laut Vertrag zum Trainingsstart noch in Leipzig anwesend sein.

Der FC Bayern hat den Transfer von Dayot Upamecano bereits im Februar verkündet - und damals mitgeteilt, dass der Verteidiger ab dem 1. Juli Profi der Münchner sein wird. Laut Informationen der Sport Bild stimmt dies aber nicht. Denn RB Leipzig habe demnach bei der 2020 verhandelten Ausstiegsklausel festgesetzt, dass der Vertragsstart beim aufnehmenden Verein erst zum 15. Juli beginnt. Dass die Sachsen dieses kurios erscheinende Datum genommen haben, hatte Pandemie-bedingte Gründe, um eine gewisse Planungssicherheit zu gewährleisten.

Vertragsproblem bei Upamecano

Das Problem der Bayern: Bei der Aktivierung der Ausstiegsklausel haben die Münchner das Datum durch eine Zusatzvereinbarung offenbar nicht geändert. Beim Rekordmeister sei man davon ausgegangen, dass Upamecano für den EM-Kader Frankreichs nominiert wird - wurde er allerdings nicht. Wäre er berufen worden, so wäre er ohnehin erst später zum FCB gestoßen.

RB wird Upamecano fit machen für den FC Bayern

Zwar habe man im Anschluss noch Gespräche um eine Rückdatierung geführt, gelöst wurde das Problem dem Bericht nach aber nicht. RB Leipzig zahlt nun bis Mitte Juli das Gehalt des 22-Jährigen. Zum Start der Saisonvorbereitung am 5. Juli wird Upamecano dafür auch in Leipzig erwartet. Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter Sport von RB, bestätigte die Kuriosität gegenüber der Sport Bild: "Es wäre sicher für beide Vereine sinnvoller, wenn Dayot Upamecano nach der Sommerpause bei seinem neuen Klub in die Vorbereitung startet. Es ist aber richtig, dass dies durch die aktuelle Vertragskonstellation nicht gegeben ist. Daher erwarten wir ihn Stand heute zum Trainingsstart bei RB Leipzig." Die Sachsen "werden in diesem Fall alles dafür tun, dass Dayot am 15. Juli fit beim FC Bayern ankommt", so Scholz.

Um das Problem aus dem Weg zu räumen und dafür zu sorgen, dass Upamecano am 1. Juli in München loslegt, müsste der FC Bayern demnach nur das Gehalt vom 1. bis 15. Juli übernehmen. Das wären kolportiert rund 200.000 Euro, die die Bayern offenbar aber nicht zahlen wollen.

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Adrian Kuehnel  
08.06.2021