Ex-Profi empfiehlt Boateng und Khedira als Leitwölfe

Kuranyi: "Cunha muss sich nach der Saison Gedanken machen"

Cunha ist bald zwölf Monate bei Hertha. Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images
Cunha ist bald zwölf Monate bei Hertha. Foto: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Nach der Niederlage gegen Arminia Bielefeld herrscht bei Hertha BSC große Ernüchterung. Dieses Gefühl wird der Angst um einen langen Abstiegskampf weichen, sollte es auch am Samstag gegen den 1.FC Köln eine Pleite geben. Die Verfügbarkeit von Matheus Cunha ist fraglich.

Die Bedeutung des Brasilianers für das Offensivspiel der Alten Dame hingegen ist ziemlich offensichtlich. Der 21-Jährige ist bald ein Jahr in Berlin, sammelte 19 Scorerpunkte in 25 Bundesliga-Spielen. "Natürlich steht Hertha nicht so gut in der Tabelle da, aber als Einzelspieler hat er sich mega entwickelt", sagt Kevin Kuranyi gegenüber dem rbb. Der Ex-Profi und heutige Berater hatte den Transfer von RB Leipzig mit eingefädelt. 

"Vielleicht schon den nächsten Schritt"

Längst gibt es heftige Spekulationen, dass sich Cunha schon bald von Hertha verabschieden könnte, weil es ihn zu einem internationalen Top-Klub zieht. "Er muss diese Saison erst einmal zu Ende bringen und sich dann nach der Saison Gedanken machen", rät Kuranyi. "Ob er noch ein Jahr bleibt oder vielleicht schon den nächsten Schritt zu einem internationalen Verein macht." An Interessenten dürfte es nicht mangeln, zuletzt soll unter anderem Atletico Madrid darunter gewesen sein.

Boateng oder Khedira als Führungsfiguren

Kuranyi hat derweil nicht nur für Cunha, sondern auch für Hertha BSC einen Ratschlag parat. "Sie brauchen jemanden mit Charakter, jemanden, der die Mannschaft führen kann. Jemanden, der den jungen Talenten, die viel Qualität mitbringen, die richtige Richtung zeigt", führt der Ex-Nationalspieler aus. Im Kopf hat er dabei Jerome Boateng, für den es eine Rückkehr zu Berliner Wurzeln wäre, und Sami Khedira, der bei Juventus keine Rolle mehr spielt. "Es gibt viele Möglichkeiten, aber der Verein muss es auch einmal wollen und es riskieren, Geld in einen erfahrenen Spieler zu investieren", sagt Kuranyi. 

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Lars Pollmann  
14.01.2021