U21-Coach

Kuntz: "Das Hygienekonzept des DFB ist Weltklasse!"

Von Stefan Kuntz gibt es den Daumen nach oben für das Hygienekonzept des DFB. Foto: Imago

Die deutsche U21-Nationalmannschaft erlebte in der letzten Woche einen Coronafall und zitterte deshalb sogar um die EM-Qualifikation. Trainer Stefan Kuntz zog nun sein Resümee über die besondere Phase und lobte das Hygienekonzept.

Aus dem Sportpark Ronhof in Fürth berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Eine spannende und erlebnisreiche Länderpause hat für die deutsche U21-Nationalmannschaft ein positives Ende gefunden. Mit dem 1:0-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina ist das Team von Trainer Stefan Kuntz nur noch einen Sieg von der Qualifikation für die U21-Europameisterschaft entfernt. Und doch war nach dem Spiel in Fürth vor allem die vergangene Woche ein großes Thema. Verteidiger Stephan Ambrosius vom Hamburger SV wurde positiv auf Covid-19 getestet, das Länderspiel von Deutschland in Moldawien stand kurzzeitig auf der Kippe. Kuntz ließ das Erlebte Revue passieren: "Dich erfasst erstmal wie jeden anderen auch die Unsicherheit. Wir haben alle möglichen Szenarien durchgespielt, haben überlegt, was richtig ist." Für den Fall der Fälle, dass weitere Spieler positiv getestet werden, wurde bereits ein Kader aus U19- und U20-Nationalspielern zusammengestellt: "Das war schon vorbereitet, damit wir eine Mannschaft dorthin schicken können." Bei einem Nichtantritt wäre das Spiel wohl verloren gewesen und die EM-Qualifikation fast schon verloren.

Sieg gegen Bosnien-Herzegowina und Corona

Doch so kam es nicht, auch weil in Deutschland sowohl beim DFB als auch bei der DFL ein klares Hygienekonzept existiert. "Ab und zu gibt es Gründe für Kritik am DFB, aber das Hygienekonzept ist Weltklasse", lobte der U21-Trainer. Denn in der Folge waren alle Tests negativ, die Reise nach Moldawien konnte angetreten werden. Den Spielern wurde im Vorfeld freigestellt, ob sie das auch tun. "Salih Öczan kam dann aber zu mir und sagte: Wir haben untereinander gesprochen und für uns ist klar, wir ziehen diese Nummer komplett miteinander durch." Es folgten Siege in Moldawien (5:0) und gegen Bosnien Herzegowina (1:0), letzteren mit einem äußerst dünnen Kader, weil das Hygienekonzept Nachnominierungen nicht mehr zugelassen hat. Für Kuntz allerdings stand vor allem der Sieg gegen Corona im Vordergrund: "Das zeigt, obwohl jemand Covid von außen reingebracht hat, dass wir es mit unserem Konzept geschafft haben, dass sich in zehn Tagen kein anderer angesteckt hat. Der Sieg heute war deshalb auch für das Team hinter dem Team!" Die Testungen nimmt der Europameister von 1996 dabei mit Humor: "Mittlerweile hast du das Gefühl, dass du die Wattestäbchen öfters in Rachen und Nase gehabt hast als als Kind im Ohr."

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Benjamin Heinrich  
13.10.2020