Lob für Köpenicker

Kruse über Ex-Klub Union: "Als wenn du zum Kreisliga-Spiel gehst"

Max Kruse hat bis Januar 2022 für Union Berlin gespielt. Foto: Getty Images.
Max Kruse hat bis Januar 2022 für Union Berlin gespielt. Foto: Getty Images.

Union Berlin bleibt das Überraschungsteam der Bundesliga. Die Köpenicker haben auch nach dem 20. Spieltag nur einen Punkt Rückstand auf den FC Bayern und verfügen laut Max Kruse über das Potenzial, die Champions League zu erreichen. Wie der 34-Jährige schildert, sei die Atmosphäre innerhalb des Vereins ein Schlüssel zum Erfolg.

Auch im Jahr 2023 ist Union Berlin nicht unterzukriegen. Die Mannschaft von Urs Fischer hat bisher alle sechs Pflichtspiele gewonnen und mehrfach die Qualität unter Beweis gestellt, Spiele drehen zu können. Gegen 1899 Hoffenheim, Werder Bremen, den VfL Wolfsburg und RB Leipzig geriet Union jeweils mit 0:1 in Rückstand, doch keiner dieser Mannschaften ist es gelungen, die Führung über die Zeit zu bringen.

Kruse traut Union Champions League zu

Der 2:1-Sieg gegen Leipzig war das nächste große Ausrufezeichen der Eisernen, die mit 42 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz liegen und bereits zwölf Punkte Vorsprung auf Platz sieben haben. Nach dem Erreichen der Europa Conference League und der Europa League wäre die Champions League der nächste logische Schritt, auch wenn die rasante Entwicklung seit dem Aufstieg 2019 surreal erscheint. Max Kruse traut seinem Ex-Klub die Königsklasse aber zweifelsohne zu: "Ich glaube, dass Union das Potenzial hat, bis zum Ende ganz oben mitzuspielen. Ich weiß nicht, ob es für den Titel reicht, aber ich bin mir fast sicher, dass es für die Champions League reicht", sagte der 34-Jährige im Sport1-Doppelpass.

"Dort steht kein Spieler über dem Verein"

Laut Kruse, der zwischen August 2020 und Januar 2022 an der Alten Försterei gespielt hat, rührt der Erfolg aus einer speziellen Atmosphäre: "Dort steht kein Spieler über dem Verein und keiner verdient mehr als 5
Millionen Euro im Jahr. Diese Ruhe und dieser Spaßfaktor macht Union aus." Union ähnele einer Amateurmannschaft, sagte Kruse: "Es hört sich komisch an, aber es ist, als wenn du zum Kreisliga-Spiel gehst. Es gibt vielleicht kein Bier, aber die Stimmung ist so. Diese Ruhe, die Urs Fischer austrägt, überträgt sich auf die Spieler und den Verein." Doch statt Kreisliga ist bald womöglich Champions League an der Alten Försterei zu sehen.

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Florian Bajus  
12.02.2023