Abschied aus Berlin

Kruse: "Jeder wusste, dass ich keinen neuen Vertrag unterschreiben werde"

Max Kruse hat über seine Rückkehr nach Wolfsburg gesprochen. Foto: Getty Images.
Max Kruse hat über seine Rückkehr nach Wolfsburg gesprochen. Foto: Getty Images.

Der Wechsel von Max Kruse zum VfL Wolfsburg wurde in der Öffentlichkeit als große Überraschung wahrgenommen. Der Spielmacher erläuterte nun die Beweggründe für diesen Schritt und betonte, er hätte Union Berlin spätestens im Sommer verlassen.

Wenige Tage nach seinem Comeback beim VfL Wolfsburg meldete sich Max Kruse auf der Live-Streamingplattform Twitch zu Wort. Dabei sprach der 33-Jährige unter anderem über seinen Wechsel von Union Berlin zurück zu den Niedersachsen, für die er bereits in der Saison 2015/16 aktiv war. Unter anderem verriet Kruse, dass er die Eisernen ohnehin nach dem Ablauf seines Vertrags am 30. Juni verlassen hätte (Zitat via kicker): "Jeder wusste eigentlich schon Bescheid, dass ich im Sommer keinen neuen Vertrag unterschreiben werde."

"Alles, was ich gut angefangen habe, will ich gut beenden"

Darüber hinaus wolle er sich noch einmal in Wolfsburg beweisen: "Damals hatte ich nicht meine beste Zeit, sowohl auf als auch neben dem Platz. In jedem Verein, in dem ich gespielt habe, lief es eigentlich total positiv für mich. Es lief aufgrund vieler Dinge nicht gut", sagte Kruse und betonte: "Alles, was ich gut angefangen habe, will ich gut beenden. Das ist das offene Kapitel, das ich in Wolfsburg noch habe."

"Es ist mir Latte, ob man mich Söldner oder Geldgeier nennt"

In der offiziellen Vereinsmitteilung führte Kruse als Beweggrund an, ein hoch dotiertes Vertragsangebot von den Wölfen erhalten zu haben. Die Kritik an der Entscheidung, dieses anzunehmen, kümmert ihn nicht: "Es ist mir Latte, ob man mich Söldner oder Geldgeier nennt. Jeder würde wahrscheinlich dasselbe machen. Das Geld spielt eine Rolle, ich bin jetzt keine 20 mehr. So viele Jahre habe ich nicht mehr." Er werde bis zum Alter von 35 Jahren Fußball spielen, "da versucht man, das Bestmögliche herauszuholen", betonte Kruse.

Florian Bajus  
09.02.2022