Trennung unwahrscheinlich

Kritischer Termin für Rose: BVB vor großer Saison-Analyse

Rose muss beim BVB zum Rapport. Foto: Getty Images
Rose muss beim BVB zum Rapport. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat in der abgelaufenen Saison nur ein Minimalziel erreicht. Die Qualifikation zur Champions League stellt bei den Schwarzgelben zwischenzeitlich keinen sonderlich großen Erfolg mehr dar. Die Leistungen in den Pokalwettbewerben, aber auch in zu vielen Phasen der Bundesliga-Spielzeit, ließen arg zu wünschen übrig. Bei der anstehenden Saison-Analyse steht Marco Rose im Fokus.

Wie der TV-Sender Sport1 im Podcast 'Die Dortmund-Woche' berichtet, findet die entsprechende Elefantenrunde beim BVB voraussichtlich am Donnerstag statt. Es ist die Rede davon, dass ein "sehr deutliches Krisengespräch" stattfinden soll. Dabei gilt zwar als gesichert, dass Rose auch in der kommenden Saison Cheftrainer von Dortmund bleiben soll, der Ex-Profi wird sich aber dem Vernehmen nach einige Kritik gefallen lassen müssen. 

Keine Handschrift erkennbar

Zum Beispiel soll in der Analyse zur Sprache kommen, dass die Mannschaft des BVB nach einer Saison unter dem Chefcoach keine erkennbare Handschrift trägt und in ihren Darbietungen alles andere als stabil wirkt. Dazu gehört auch das Thema der unzähligen Verletzungen, die letztlich auch auf die Steuerung der Belastung im Wettkampf und im Training zurückfallen. Außerdem ist die desaströse Bilanz von 52 Gegentoren in der Bundesliga mit Sicherheit ein großes Gesprächsthema, von den Auftritten in den Pokalwettbewerben ganz zu schweigen.

Hoher Erfolgsdruck im zweiten Jahr

Ein Ergebnis der Saison-Analyse dürfte sein, dass Rose für sein zweites Jahr in Dortmund ungleich höherem Erfolgsdruck unterliegt. Die Verantwortlichen des Klubs sind mit drei hochkarätigen Transfers sozusagen in Vorleistung gegangen. Dabei ist Rose aber auch anzurechnen, dass er Karim Adeyemi, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle in persönlichen Gesprächen für den BVB und seinen Weg in Dortmund begeistern konnte. Auch deshalb käme eine Trennung zum aktuellen Zeitpunkt sehr überraschend. In der neuen Saison dürfte die Leine des Cheftrainers jedoch kürzer sein.

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Lars Pollmann  
17.05.2022