Werder Bremen

"Kritische Situation": Füllkrug-Berater über Herbst 2021

Füllkrug hätte Werder durchaus verlassen können. Foto: Getty Images
Füllkrug hätte Werder durchaus verlassen können. Foto: Getty Images

Niclas Füllkrug hat nach seinem gelungenen Debüt im einzigen WM-Test gegen den Oman gute Karten, schon beim Gruppenauftakt gegen Japan wichtige Einsatzminuten zu sammeln. Die Entwicklung des Stürmers von Werder Bremen ist absolut bemerkenswert. Immerhin stand vor kaum mehr als einem Jahr ein Abschied vom späteren Aufsteiger bevor.

Bekanntlich hatte Füllkrug unter dem damaligen Trainer Markus Anfang einen eher schwachen Saisonstart erwischt und durch die Verpflichtung von Marvin Ducksch zeitweise seinen Stammplatz verloren. Beim Angreifer staute sich viel Frust an, der sich in einer verbalen Entgleisung gegen Clemens Fritz in Folge einer 0:3-Niederlage beim SV Darmstadt entlud. Es folgte eine dreitägige Suspendierung, ein Abschied durch die Hintertür im Winter hätte niemanden groß überrascht. Dies bekräftigt nun auch Gunther Neuhaus, der Berater von Füllkrug.

"Es war schon relativ knapp"

"Es war schon eine kritische Situation im vergangenen Herbst", zitiert das Portal DeichStube den Agenten aus der Werder-Diskussionsrunde 'DeichTalk'. "Es war schon relativ knapp, dass da etwas verrutscht wäre, weil Dinge nicht mehr einzufangen waren", so Neuhaus. Ob Werder ohne Füllkrug aufgestiegen wäre, und ob der Torjäger ohne Werder heute bei der WM in Katar weilen würde? Man wird es nie erfahren. Letztlich haben sich die Parteien schließlich zusammengerauft, was Neuhaus "vielen guten Gesprächen im Hintergrund mit den Verantwortlichen von Werder" zuschreibt. Kurios ist es allemal: Seitdem Füllkrug von seiner Suspendierung im Oktober 2021 zurück ist, hat er 29 Tore in der 2. Bundesliga und im Oberhaus markiert und sich so für die Endrunde in der Wüste empfohlen.

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Lars Pollmann  
20.11.2022