Werder Bremen

Kritik an Friedl? Fritz: "Es ist nie einer allein"

Friedl erwischte gegen Frankfurt nicht seinen besten Tag. Foto: Getty Images
Friedl erwischte gegen Frankfurt nicht seinen besten Tag. Foto: Getty Images

Werder Bremen bereitet als Aufsteiger auch neutralen Fans große Freude. Die Partien der Hanseaten waren an den ersten vier Spieltagen allesamt spektakulär, am Sonntag erst kassierte Grün-Weiß ein 3:4 gegen Eintracht Frankfurt. Die mutige Spielweise unter Ole Werner offenbart dabei auch einige Schwächen, die Bremen abstellen muss.

10 Gegentore sind nach vier Spieltagen deutlich zu viel, zumal Werder noch nirgends unter die Räder gekommen ist. Mehr Treffer haben nur Frankfurt, der VfL Bochum und FC Schalke 04 geschluckt. Eintracht und der VfL haben die Lawine des FC Bayern über sich ergehen lassen müssen, Schalke kassierte am Samstag gegen Union Berlin eine Klatsche. Werder bekam hingegen dreimal zwei und nun eben einmal vier Treffer eingeschenkt. "Wir kriegen zu viele Gegentore und machen zu viele Fehler", hat auch Marco Friedl festgestellt (fussball.news berichtete). Der Kapitän selbst war dabei gegen Frankfurt der womöglich größte Verursacher.

"Es ist nie einer allein"

Vor dem zwischenzeitlichen 2:2 von Randal Kolo Muani leistete sich der Österreicher einen Fehlpass im Aufbau, auch beim 2:3 durch Jesper Lindström war der Verteidiger nicht auf der Höhe. Aufgrund seines Status als Spielführer steckt Friedl schneller unter dem Brennglas als seine Kollegen, öffentliche Kritik wird laut. Clemens Fritz steuert dagegen an. "Wenn man sich die Tore anschaut, dann ist es nie einer allein. Du hast immer noch die Möglichkeit, die Fehler auszubügeln", will der Ex-Profi gegenüber dem Portal DeichStube nicht Friedl alleine in die Verantwortung nehmen.

Leistungssteigerung nach der Pause

Vor allem die Reaktion des 24-Jährigen auf seine schwachen 45 Minuten macht Fritz dabei optimistisch. "In der ersten Halbzeit war der eine oder andere Fehler dabei, aber dann sieht man, mit welchem Selbstverständnis und welcher Überzeugung er die zweite Halbzeit spielt. Da hat er sehr viele Zweikämpfe gewonnen, war viel stabiler", so der Leiter des Lizenzbereichs von Werder. Fehler gehören für Abwehrspieler dazu, wichtig sei, sagt Fritz, dass man sich nicht zu lange mit ihnen aufhalte. Das kann man sicher auch auf die gesamte Mannschaft von Werder Bremen übertragen, dennoch ist die erste Devise, die Gegentor-Flut einzudämmen. Am Samstag geht es nach Bochum, das als einziger Bundesligist noch ohne jeden Punkt dasteht.

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Lars Pollmann  
30.08.2022