Trotz geplantem Wechsel zu RB

Kritik an Eberl-Comeback für Stindl "unterste Schublade"

Eberl will bei Leipzig wieder auf die Bundesliga-Bühne. Foto: Getty Images
Eberl will bei Leipzig wieder auf die Bundesliga-Bühne. Foto: Getty Images

Max Eberl dürfte in nicht allzu ferner Zukunft als Sportgeschäftsführer bei RB Leipzig anheuern. Noch steht eine Einigung der Sachsen mit Borussia Mönchengladbach aus, dabei geht es aber wohl nur um die Höhe der Ablöse, die vom DFB-Pokalsieger an die Fohlen fließt. Lars Stindl kann es kaum abwarten, den langjährigen Sportdirektor wieder auf der Bundesliga-Bühne zu sehen.

"Ich freue mich in erster Linie unfassbar, dass Max Eberl wieder ein Thema ist für den Fußball. Das bedeutet, dass es ihm gut geht, dass er eine nicht ganz einfache Phase seines Lebens ganz gut überbrückt hat", so der Kapitän von Gladbach im Podcast kicker meets DAZN. Der Fohlen-Entscheider war im Januar trotz noch langfristig gültigen Vertrags wegen Erschöpfungssymptomen zurückgetreten. Nun erlauben sich manche, die Ernsthaftigkeit seiner damaligen Sorgen in Frage zu stellen. Stindl ist davon regelrecht angewidert. 

"Das geht einfach nicht"

Er könne "ein Stück weit nachvollziehen", sagt der Ex-Nationalspieler, dass wegen des Wechsels ausgerechnet zu RB Leipzig auch negative Reaktionen aufkommen. "Aber grundsätzlich das andere zu kritisieren und da mit einfließen zu lassen, ist unterste Schublade. Das geht einfach nicht", wird Stindl deutlich. Es sei ein Problem der heutigen Zeit, dass sich gerade in den sozialen Medien jeder Außenstehende "ohne persönlichen Kontakt, ohne Know-How, ohne Wissen" zu Wort melden könne.

"Einfach nur eine freudige Nachricht"

Stindl hat sehr wohl hin und wieder Kontakt zu Eberl, maßt sich deshalb aber kein inhaltliches Urteil darüber an, dass der frühere Gladbacher Sportdirektor jetzt bei RB Leipzig wieder einsteigen will. Für den Routinier steht alleine der Mensch im Vordergrund. "Was die Person Max Eberl betrifft, ist das einfach nur eine freudige Nachricht, dass es ihm besser geht", betont Stindl. Bei allen Vorbehalten, die es unter den eingefleischten Fans der Fohlen gegenüber dem 'Brause-Klub' geben mag, sollte diese Einschätzung doch beispielgebend sein.

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Lars Pollmann  
06.09.2022