In der Abwehr gefordert

Kramer scherzt über neue Rolle: "Wollte erst mit 36 nach hinten"

Christoph Kramer (r.) hat gegen Freiburg als Innenverteidiger gespielt. Foto: Getty Images.
Christoph Kramer (r.) hat gegen Freiburg als Innenverteidiger gespielt. Foto: Getty Images.

Aufgrund der Ausfälle von Ko Itakura, Nico Elvedi und Tony Jantschke war Christoph Kramer beim Auswärtsspiel gegen Freiburg (0:0) in der Innenverteidigung von Borussia Mönchengladbach gefordert. Der eigentliche Mittelfeldspieler fand diese Position angenehm und sah einen über weite Strecken ordentlichen Auftritt seiner Vordermänner.

Bereits nach der Roten Karte gegen Ko Itakura im Heimspiel gegen Mainz 05 rückte Christoph Kramer aushilfsmäßig in die Innenverteidigung, und weil der Routinier auf dieser Position eine ordentliche Leistung abgeliefert hat, berief Daniel Farke ihn gegen den SC Freiburg von Beginn an in die Defensive. Eine zu große Umstellung habe dies aber nicht bedeutet, sagte Kramer nach dem Schlusspfiff bei DAZN: "Wenn du Sechser spielst, kannst du auch Innenverteidiger spielen, das macht nicht so furchtbar viel. Im Aufbau ist es sogar angenehmer, weil du keinen im Rücken hast."

Kramer scherzt: "Musst nicht so viel laufen"

Auf Dauer wird Kramer wohl nicht in der Innenverteidigung agieren. Allerdings hat er kein Problem damit, einzuspringen, wenn Not am Mann herrscht: "Mein Plan war es eigentlich, mich mit 36 nach hinten fallen zu lassen, aber jetzt werde ich das auch schon ab und zu spielen", scherzte der 31-Jährige und ergänzte: "Und im gehobenen Alter musst du nicht so viel laufen, deswegen ist das in jedem fünften oder sechsten Spiel nicht verkehrt."

Kramer hätte sich am Spielende mehr Mut gewünscht

Unterdessen war Kramer mit dem Auftritt der Borussia in Freiburg zufrieden, auch wenn die Fohlen ein weiteres Mal nicht im Breisgau gewinnen konnten. Einzig die Phase ab der 60. Minute habe ihn gestört, da die Mannschaft zu tief verteidigt habe, erläuterte Kramer: "Dann haben wir uns zu tief fallen lassen, wir haben die Flügel aufgemacht. Wir haben es trotzdem gut verteidigt, Freiburg hatte nicht so den Hochkaräter. Wir hätten es für meinen Geschmack aber fünf bis zehn Meter höher machen können, weil wir gemerkt haben, wir können sie gut pressen." Dennoch lässt sich auf dieser Leistung aufbauen, um gegen RB Leipzig um weitere Zähler zu kämpfen.

Florian Bajus  
12.09.2022