Deutlich bessere Stimmung

Kramer über Gladbach-Wandel: "Nicht gedacht, dass es so schnell funktioniert"

Kramer ist in Gladbach als Führungsspieler sehr wertvoll. Foto: Getty Images
Kramer ist in Gladbach als Führungsspieler sehr wertvoll. Foto: Getty Images

Borussia Mönchengladbach bestreitet am Dienstagabend ein Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Die Fohlen haben zuletzt eine Durststrecke von vier sieglosen Spielen am Stück beendet. Anders als in der Vorsaison war die Stimmung aber auch während dieser Phase nicht gekippt. Für Christoph Kramer ist es wohl die große Erkenntnis der bisherigen Spielzeit.

"Es ist ganz wichtig für den Verein, dass man wieder eine Euphorie entfacht, dass eine Einheit entsteht und die Stimmung wieder besser ist. In der letzten Saison wurden wir mit einigen schlechten Spielen und der Derby-Niederlage vom eigenen Publikum nicht mehr so angenommen", erklärt der Mittelfeldmann gegenüber der WAZ. Zeitweise sei das Gefühl entstanden, dass die Mannschaft die eigenen Fans regelrecht verloren habe. Seit Sommer ist aber der Schulterschluss geglückt.

Der große Profiteur

Der Anhang identifiziert sich wieder mit der Elf vom Niederrhein, verzeiht ihr auch mal ein schwächeres Spiel, weil es grundsätzlich gute Entwicklungsschritte sind, die die Mannschaft unter Daniel Farke macht. "Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell funktioniert", gibt Kramer dabei ehrlich zu. Er selbst gilt als einer der größten Profiteure des Trainerwechsels bei Borussia Mönchengladbach, weil seine Ballsicherheit und taktische Intelligenz unter Farke gefragter sind als es unter Adi Hütter der Fall war.

"Ich kann es ehrlicherweise auch gar nicht anders"

"Es gibt eben Trainer, die das mögen, und andere, die es nicht mögen. Ich habe meine Art, Fußball zu spielen, und kann es ehrlicherweise auch gar nicht anders", sagt Kramer dazu. Zeitweise durfte der Weltmeister von 2014 sogar auf ein Comeback im DFB-Team hoffen, das schließt er inzwischen aber selbst aus. "Die Welle bin ich jetzt gut geritten, aber ich bin mir sicher, dass es angesichts der Konkurrenz nicht reicht", so Kramer. Bereits am Wochenende hatte er durchblicken lassen, dass er entgegen anderslautender Berichte nicht in der 55 Spieler umfassenden Vorauswahl von Bundestrainer Hansi Flick stand.

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Lars Pollmann  
08.11.2022