Nach Rose-Ankündigung verlor Gladbach siebenmal

Kramer: Mit Familie über Gladbach-Krise gestritten

Zwischen Mannschaft und Rose ging es nie so schlecht zu wie berichtet. Foto: Imago
Zwischen Mannschaft und Rose ging es nie so schlecht zu wie berichtet. Foto: Imago

Borussia Mönchengladbach hat zuletzt den Weg in die Erfolgsspur zurückgefunden. In den letzten Spielen unter Marco Rose ist die Qualifikation zum Europapokal möglich. Nach Bekanntmachung dessen Wechsels zu Borussia Dortmund gerieten Christoph Kramer und Co. in eine Krise.

"Für die Öffentlichkeit war klar, dass wir Spieler unserem Trainer nicht mehr glauben würden", erinnert der Mittelfeldmann in seiner Kolumne für das Magazin 11 Freunde. "Das stimmte zwar nicht, und ich verstehe auch nicht, warum das so hätte sein sollen. Aber selbst mit meinen engsten Freunden und meiner Familie habe ich mich fast schon darüber gestritten." Es sei für Außenstehende schwer nachzuvollziehen, wie sportliche Krisen im Fußball nicht zwischenmenschliche Gründe haben könnte, schreibt Kramer.

"Zweimal gegen Manchester City"

Sein Umfeld habe entsprechend "nicht hören" wollen, dass sich Gladbach schon in der Vorsaison gegen manche Gegner schwergetan hatte, auf die es nun traf. "Und dass wir zweimal gegen Manchester City ran mussten, gerade eine der besten Mannschaften der Welt", wie Kramer hinzufügt. Manche Medien diskutierten gar, ob Rose nicht sofort sein Amt räumen sollte, um die Saison der Fohlen nicht komplett in den Sand zu setzen. Doch das Team schaffte den Turnaround. Nicht aber, erklärt Kramer, weil es sich plötzlich nur noch auf die vielzitierten Grundtugenden bezog.

"Durch das Spiel in den Kampf"

"Ich behaupte sogar, dass man erst 'durch das Spiel in den Kampf kommt'", so der Weltmeister von 2014. "Steht man besser in den Räumen, bekommt man im Spiel eher die Oberhand, und auf einmal werden alle Spieler auf dem Platz lauter, zeigen Emotionalität." Dies kam wohl auch bei der Familie und den Freunden von Kramer an. "Die Fans finden dann, dass ihre Mannschaft endlich wieder kämpft. Dabei spielt sie nur wieder." Gladbach steht drei Spieltage vor Saisonende auf Platz sieben.

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Lars Pollmann  
28.04.2021