Anekdote von WM-Finale 2014

"Schiri, ist das das Finale?" Kramer: "Mein Bekanntheitsgrad ist dadurch angestiegen"

Kramer ging im WM-Finale 2014 benommen zu Boden.
Kramer ging im WM-Finale 2014 benommen zu Boden. Foto: Imago

Im EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft fand sich für Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach kein Platz. Der Mittelfeldspieler hat bis dato zwölf Länderspiele auf dem Konto, sein denkwürdigstes wird das WM-Finale 2014 gewesen sein.

Da Sami Khedira beim Aufwärmen signalisierte, er könne nicht starten, ließ Bundestrainer Joachim Löw Christopher Kramer im WM-Finale 2014 gegen Argentinen in der Startelf ran. Doch für den heute 30-Jährigen war bereits nach 31 Minuten Schluss. Nach einem Zusammenprall mit dem Argentinier Ezequiel Garay erlitt er eine Gehirnerschütterung. Den Schiedsrichter Nicola Rizzoli fragte Kramer daraufhin benommen: "Schiri, ist das das Finale?"

"War damals eine coole Mediengeschichte"

"Medial gesehen war das damals natürlich super, mein Bekanntheitsgrad ist dadurch deutlich angestiegen", erinnerte sich der Profi von Borussia Mönchengladbach an das Bekanntwerden seiner Frage an Rizzoli in einem Sportbuzzer-Interview zurück und führte aus: "Aber ich hätte natürlich auch gerne einfach ohne Verletzung weitergespielt. Und ich glaube, inzwischen ist die Geschichte auserzählt." Für den Routinier gäbe es "sicher Schöneres, als durch eine kuriose Verletzung bekannt zu werden. Aber es war damals eine coole Mediengeschichte, keine Frage. Ich hätte auch prima weiterleben können ohne diese Episode. Schade finde ich im Grunde nur, dass ich nicht mehr spielen konnte", so der Ex-Nationalspieler.

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Adrian Kuehnel  
11.06.2021