Eintracht-Direktor

Krach mit Krösche? Mangas kurzes und knappes "Nein"

Zuletzt wurde von Differenzen zwischen Eintrachts Sportvorstand Markus Krösche und Kaderplaner Ben Manga berichtet. Foto: Getty Images

Rund um Eintracht Frankfurt wurde zuletzt von Differenzen zwischen Sportvorstand Markus Krösche und Ben Manga, Direktor Profifußball und Kaderplaner, berichtet. Der ehemalige Chefscout äußerte sich nun zur Thematik - wenn auch äußerst knapp.

Krach zwischen Markus Krösche und Ben Manga? Der Kicker hatte den Ball Ende Oktober ins Rollen gebracht, berichtete, dass die Expertise Mangas, der in der Branche hohe Wertschätzung genießt, nicht mehr so gefragt sei und dieser öffentlich kleingehalten werde. Krösche selbst sagte in der vergangenen Woche gegenüber der Frankfurter Rundschau: "Wir sind nicht zerstritten. Ben ist einer meiner engsten Ansprechpartner, wir verstehen uns nicht nur fachlich, sondern auch privat sehr gut." Verteidigende Aussagen, die ihrerseits dahingehend irritierten, weil der Kicker in seinem Bericht von einem Streit gar nicht berichtete.

"Es gibt immer einen Austausch" 

Im vereinseigenen Podcast Eintracht vom Main meldete sich nun auch Manga selbst zu Wort. Auf die Frage, ob er Probleme mit seinem neuen Vorgesetzten habe, sagte er nur trocken: "Nein." Weitere Erklärungen gab es nicht. In Sachen Transferentscheidungen schon, dort betonte der 47-Jährige: "In unserem Fußballgeschäft ist es immer so, dass es einen Austausch gibt mit der Scoutingabteilung, mit mir, Markus Krösche, dem Trainerteam. Am Ende entscheidet man zusammen. Natürlich muss es einer am Ende absegnen." Das war und ist in dem Fall Krösche, der im sportlichen Bereich den Hut aufhat. Manga ist vertraglich noch bis 2026 an die Eintracht gebunden. "So lang?", entgegnete der Scoutingprofi, der damit ein Jahr länger Vertrag besitzt als Krösche - wohl mit einem Lächeln.

"Wir müssen Ruhe bewahren"

Seine Kernaufgabe sieht Manga aktuell und auch in Zukunft im Scouting: "Das Scouting bleibt mein Schwerpunkt. Das ist das, was ich am liebsten mache. Die Kaderplanung fällt auch darunter." Im Sommer verpflichteten die Hessen unter anderem die Youngster Jesper Lindström (Bröndby) und Jens Petter Hauge (Milan) sowie Angreifer Sam Lammers per Leihe von Atalanta. Keiner von ihnen schlug bislang so ein wie erhofft. "Die Jungs haben alles was drauf – das ist so. Wann die Jungs explodieren? Ich hoffe schnell", sagte Manga dazu, der gleichzeitig forderte: "Wir, die etwas zu entscheiden haben, müssen Ruhe bewahren und den Jungs vertrauen." Manga will dort mit positivem Beispiel vorangehen. 

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Benjamin Heinrich  
16.11.2021