Neuer Posten in Monaco

Kovac sicher: Scheitern bei Bayern macht ihn besser

Kovac musste im Herbst seinen Bayern-Posten räumen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Kovac musste im Herbst seinen Bayern-Posten räumen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Niko Kovac ist seit einigen Wochen zurück auf einem Trainerposten. Der im Herbst beim FC Bayern entlassene Übungsleiter hat sich der AS Monaco angeschlossen. In München hat Nachfolger Hansi Flick die Amtszeit des Kroaten schnell vergessen gemacht. Der sieht aber zumindest eine lehrreiche Erfahrung darin.

"Ich habe verstanden, was passiert ist und es wird mir helfen", so der ehemalige Nationaltrainer gegenüber der französischen Sportzeitung L'Equipe (Zitat via Bild-Zeitung). Vor allem im Umgang mit einer Mannschaft habe ihn die Zeit bei den Münchnern weitergebracht. Das Starensemble stellte ihn vor ganz andere Aufgaben, als er sie etwa bei Eintracht Frankfurt kannte. "Man kann nicht alle glücklich machen. Zwanzig Spieler wollen spielen und man muss sich entscheiden", so Kovac.

"Der Stress liegt beim Trainer"

Dass er dabei nicht immer das beste Händchen hatte, liegt freilich auf der Hand. Letztlich stolperte Kovac schließlich nicht zuletzt darüber, dass er wichtige Profis wie Thomas Müller gegen sich aufbrachte. "Wenn man nicht spielt, ist man unglücklich. Und wenn man ein Star ist und nicht spielt, ist man sehr unglücklich und der Stress liegt mehr beim Trainer." Gerade bei einer Ansammlung von Profis mit großen Ambitionen und Hausmacht innerhalb des Klubs ist der Übungsleiter irgendwann auch das schwächste Glied in der Kette. Nicht ohne Trotz verweist Kovac aber auf seine Bilanz inklusive des Doubles: "Wir sind da, um Titel zu gewinnen. Und wir haben drei gewonnen."

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Lars Pollmann  
02.08.2020