VfL Wolfsburg

Kovac: "Gab überhaupt keine Probleme" mit Kruse

Kruse ist beim VfL nur noch Trainingsspieler. Foto: Getty Images
Kruse ist beim VfL nur noch Trainingsspieler. Foto: Getty Images

Der VfL Wolfsburg tritt in der Bundesliga am Sonntag bei Union Berlin an. Gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber muss Max Kruse erstmals nach seiner Ausbootung durch Niko Kovac den Fernseher einschalten, wenn er das Spiel seiner Kollegen sehen will. Die Trainingswoche nach der überraschenden Nachricht ist laut des Cheftrainers ohne Zwischenfälle verlaufen.

"Es gab überhaupt keine Probleme, auch die Wochen zuvor nicht. Über die Person Max gibt es nichts Negatives zu berichten", erklärt der Kroate am Freitag in der Spieltagspressekonferenz der Wölfe. "Im Gegenteil" sei Kruse schließlich ein "netter Mensch", mit dem sie beim VfL offenbar gut auskommen. Die Entscheidung, dass der Ex-Nationalspieler nicht mehr für die Mannschaft von Kovac spielen wird, hat demnach ausschließlich sportliche Gründe.

Zuletzt die Torhüter warmgeschossen

Im Training soll der Routinier aber vorläufig weiter dabei sein, zuletzt hat er etwa die Torhüter warmgeschossen. Aus Sicht vieler Experten birgt das Szenario Knall-Potenzial, bisher verläuft aber offenbar alles ruhig. Auch ein Missverständnis zwischen Kovac und Kruse hat so keine gravierenden Auswirkungen. Der Angreifer hatte seinen Übungsleiter so verstanden, dass er seine Zeit in der Bundesliga für beendet erklärte.

"Jeder weiß, wie ich das gemeint habe"

"Ich glaube, ich entscheide selbst, wann meine Zeit in der Bundesliga vorbei ist. Das macht niemand anderes für mich", konterte Kruse daraufhin. Kovac allerdings bezog sich bei seiner Antwort auf die Frage nach der Bundesliga-Zukunft alleine auf den VfL Wolfsburg. "Jeder weiß, wie ich das gemeint habe. Ich bin mit Sicherheit nicht derjenige, der das für andere Klubs entscheiden kann. Aber für diesen Klub habe ich das mit entschieden", so der ehemalige kroatische Nationaltrainer am Freitag.

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Lars Pollmann  
16.09.2022