Kiel-Boss Stöver

Konkurrent: "Aufstiegschance des HSV so groß wie nie"

Gegen Kiel hat der HSV in den vergangenen Jahren nie gewinnen können. Foto: Getty Images
Gegen Kiel hat der HSV in den vergangenen Jahren nie gewinnen können. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV liegt nach sieben Spieltagen in der Tabelle der 2. Bundesliga da, wo er gerne nach 34 stehen will: auf Rang zwei, der dann endliche den Wiederaufstieg ins Oberhaus bedeuten würde. Zu diesem Ziel haben sich die Verantwortlichen vor der neuen Runde mehr denn je bekannt. Völlig zurecht, wie Uwe Stöver meint.

"Die Aufstiegschance des HSV ist so groß wie nie", sagt der Geschäftsführer von Holstein Kiel gegenüber der Hamburger MOPO. Seine Argumentation leuchtet ein: "In den Vorjahren sind oftmals große Namen aus der Bundesliga runtergekommen, Vereine wie Schalke, Bremen, Köln oder Stuttgart, die am Ende vor dem HSV gelandet und nun alle weg sind." So verbleibt der HSV gewissermaßen als größtes Schwergewicht, das die Strahlkraft und aus Sicht von Stöver auch den Kader hat, um den Aufstieg endlich zu packen.

In acht Zweitliga-Duellen ungeschlagen

Dennoch will Kiel am Freitag ein Stolperstein sein, wie es in den bisherigen Duellen stets gelang. Die Störche haben in der 2. Liga acht Spiele gegen den HSV bestritten, dabei keines verloren und drei gewonnen. Der Statistik ist sich auch Stöver bewusst, wobei sie ihm nicht viel sagt. "Jede Saison hat neue Vorzeichen – bei allen Vereinen. Es nehmen neue Trainer auf der Bank Platz, andere Spieler sind auf dem Feld. Da verbieten sich Vergleiche", meint der Ex-Profi.

"Haben sportlich aufgeholt"

Dennoch darf Kiel mit einigem Stolz auf die ungeschlagene Bilanz gegen den HSV schauen und geht so mit Rückenwind in ein Nordderby, das freilich nicht die Brisanz hat wie etwa Spiele gegen den VfB Lübeck. "Man kann sicher feststellen, dass wir mit Holstein Kiel in den vergangenen Jahren sportlich aufgeholt haben. Wir spielen ja nun auch schon seit mehreren Jahren in einer Liga mit dem HSV", so Stöver. Als zweimaliger Teilnehmer der Relegation in den letzten fünf Jahren waren die Störche der Bundesliga dabei mindestens genauso nahe wie Hamburg, das am Ende der vergangenen Saison an Hertha BSC scheiterte.

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Lars Pollmann  
06.09.2022