Eintracht ist gerüstet für 2024

Kommentar: Ekitike als Krönung - Krösche hat geliefert!

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hat noch Hugo Ekitike geholt.
Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hat noch Hugo Ekitike geholt. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt hat bis zur letzten Minute am Deadline-Day am Kader geschraubt und Hugo Ekitike geholt. Sportvorstand Markus Krösche hat seinem Trainer Dino Toppmöller einen bärenstarken Kader zur Verfügung gestellt.

Ein Kommentar von fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht stößt in neue Dimension vor

Um 19 Uhr, das winterliche Transferfenster war zu diesem Zeitpunkt offiziell bereits seit einer Stunde geschlossen, hat Eintracht Frankfurt seinen letzten Transfer verkündet. Hugo Ekitike kommt zunächst auf Leihbasis, die ausgehandelte Kaufoption wird daran anschließend sehr schnell zu einer Kaufpflicht (Offiziell: Eintracht verpflichtet Ekitike). Im fünften Transferfenster von Markus Krösche stößt der Traditionsklub damit in eine neue Dimension vor, erstmals in der fast 125-jährigen Vereinsgeschichte wird die 20-Millionen-Euro-Marke geknackt. Es ist der Königstransfer, die Krönung einer nahezu perfekten Arbeit im Januar. Einzig die Realisierung des Transfers von Aurele Amenda hat nicht mehr im Winter geklappt, der Schweizer Innenverteidiger kommt im Sommer zu den Hessen. Exklusiv Krösche: "Die Jungs haben Mentalität und Riesenherz gezeigt"

Nicht nur Ekitike: Eintracht-Macher Krösche hat die Offensive verstärkt

Mit Ekitike und Sasa Kalajdzic hat der Sturm nach dem Last-Minute-Sommerabgang von Randal Kolo Muani (Bericht: Krösche erklärt Verkauf von Kolo Muani) das nötige Format, um es sich im oberen Drittel tatsächlich so richtig gemütlich zu machen. Jean-Matteo Bahoya ist ein hochinteressanter Flügelspieler, der viel Tempo und die gesuchte Qualität im Eins-gegen-Eins mitbringt. Donny van de Beek hat zwar nie wieder an seine Zeiten bei Ajax Amsterdam anknüpfen können. Dennoch hat auch der Niederländer schon dabei geholfen, die kurze Zeit bis zur Rückkehr der drei Afrika-Cup-Fahrer Fares Chaibi, Omar Marmoush und Ellyes Skhiri zu überbrücken.

Auch die Abgänge ergeben Sinn

Krösche hat aber nicht nur diese vier Neuzugänge eingetütet. Durch die Abgänge von Lucas Alario, Jens Petter Hauge, Paxten Aaronson, Kristijan Jakic und Jessic Ngankam ist es ihm gelungen, eine qualitativ hochwertige Breite zusammenzustellen. Seinem Trainer Dino Toppmöller steht nun ein voller Werkzeugkasten zur Verfügung: Tempo, Tiefgang, Kreativität, Physis, Kopfballstärke, Durchschlagskraft, Defensivstärke, ein guter Torhüter. Der Konkurrenzkampf ist auf jeder Position enorm hoch, kein Profi kann sich auf seinem Status ausruhen und nachlassen. Wer nicht liefert, der wandert auf die Bank - oder muss dann, wenn alle fit sind, sogar vor einem Platz auf der Tribüne zittern.

Eintracht ist gerüstet für das Jahr 2024

Der Eintracht-Macher jedenfalls hat geliefert. Im September hat er nach dem Kolo-Muani-Verkauf noch Fehler einräumen müssen. Davon kann fünf Monate später keine Rede mehr sein. Krösche hat die Schwächen im Kader richtig analysiert und ausgemerzt. Besser kann ein Sportvorstand die Hausaufgaben kaum erledigen. In den vorangegangenen vier Transferperioden loderte im Umfeld stets die Kritik an einem unrunden Kader. Einmal fehlte der optimale Innenverteidiger, dann wiederum der richtige Außenverteidiger, danach der passende Sechser und ein Halbjahr lang der Stoßstürmer.

Trotz Ekitike und Co: Es gibt auch Gefahren

Seit dem 1. Februar 2024 gibt es für diesen Vorwurf keinen Raum mehr. Krösche hat zudem nachgewiesen, dass er bei der Weiterentwicklung des Klubs keinen Halt vor Namen macht. Bei Ngankam etwa, obwohl im Sommer vier Millionen Euro teuer, ist die Eintracht pragmatisch geblieben und hat ihn nach nur einem halben Jahr verliehen. Natürlich gibt es einige Gefahren, die es im Auge zu halten gilt. Bei der Eintracht ist schließlich viel Druck auf dem Kessel. Toppmöller wird als Moderator gefragt sein, die Teamchemie ist bei einem solchen Starensemble das A und O. Es gilt, Grüppchenbildung zu verhindern, viele Gespräche zu führen, das Ego hinter den Mannschaftserfolg zu stellen. Sollte dies gelingen, dann sind auch die Top Vier der Tabelle in dieser Saison keine Illusion. (Mehr News zu Eintracht Frankfurt)

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Christopher Michel  
02.02.2024