Werder-Boss sieht keinen Widerspruch

Kolasinac-Millionen trotz Bürgschaft? Baumann: "Absolut legitim!"

Baumann sieht nichts Verwerfliches im Verhalten von Schalke. Foto: Imago
Baumann sieht nichts Verwerfliches im Verhalten von Schalke. Foto: Imago

Beim FC Schalke 04 ruhen viele Hoffnungen für das Kalenderjahr 2021 auf Neu-Trainer Christian Gross und Rückkehrer Sead Kolasinac. Für die Leihe des Arsenal-Profis investiert der klamme Bundesligist dem Vernehmen nach einen niedrigen siebenstelligen Betrag. Für manche hat das ein Geschmäckle, weil Schalke eine Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten hat.

Das Bundesland haftet mit etwas mehr als 30 Millionen Euro für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit der Königsblauen. Vor diesem Hintergrund finden viele Kommentatoren fragwürdig, dass der Klub Transfers tätigt. Frank Baumann aber findet es "absolut legitim", wie die WAZ den Sportchef der Hanseaten zitiert. "Es ist doch allen bekannt, was ein Abstieg für einen Bundesliga-Verein bedeuten würde, welche negativen Auswirkungen das auch finanziell hätte", erläutert der Ex-Profi.

Wenn es gegen den Abstieg hilft ...

Solange die Investition in Kolasinac dabei hilft, den GAU eines Absturzes in Liga zwei zu verhindern, handelt Schalke sozusagen im Sinne der Bürgschaft. Immerhin wird bei einem Klassenerhalt unwahrscheinlicher, dass das Land NRW je tatsächlich für S04 zahlen muss. "Es absolut legitim, dass Schalke versucht, sich mit dem einen oder anderen Neuzugang zu verstärken, um so die Klasse zu halten", wiederholt Baumann.

Baumann geht "von einem ruhigen Januar aus"

Spitzfindig könnte man dem Werder-Boss dabei Eigensinn entgegenhalten, schließlich erhielten auch die Grün-Weißen eine Bürgschaft des Stadtstaates Bremen. Doch bei den Hanseaten stehen im Winter keine Einkäufe bevor. "Grundsätzlich gehe ich bei uns von einem ruhigen Januar aus", so Baumann. Im Gegenteil scheint laut Medienberichten wenn überhaupt ein millionenschwerer Abgang im Raum zu stehen. Unter anderem gilt dabei die Rückkehr von Yuya Osako nach Japan als denkbar.

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Lars Pollmann  
02.01.2021