Eintracht Frankfurt

Kohr: "Ich bin ein Typ, der nie aufgibt"

Frankfurts Dominik Kohr (vorne) schirmt den Ball erfolgreich vor Stuttgarts Endo ab. Foto: Imago

Dominik Kohr erlebt in seiner bisherigen Zeit bei Eintracht Frankfurts ein Auf und Ab. Erst hat der Mittelfeldspieler hart um seinen Platz gekämpft, ihn zu Saisonbeginn dann wieder sehr schnell verloren, um nun wieder gefragt zu sein.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Nach einer Halbzeit gegen Arminia Bielefeld am 1. Spieltag der Bundesliga war für Dominik Kohr bei Eintracht Frankfurt erstmal Schluss. Der 26-Jährige musste sich im Anschluss an das 1:1 auch von Trainer Adi Hütter anhören, dass dieser Spieler nur zur Halbzeit auswechselt, wenn diese "grottenschlecht" gespielt haben. Für Kohr keine einfache Zeit, wie er auf Nachfrage von fussball.news zugab: "Natürlich ist es für jeden Spieler nicht so leicht, wenn man sich eine gute Position erspielt hat und dann wieder draußen ist. So wie Trainer und Mitspieler mich kennen, bin ich aber ein Typ, der nie aufgibt und immer an sich arbeitet." Auch deshalb habe er sich in der vergangenen Saison seinen Stammplatz erkämpft, "mir die Position auf diese Weise erspielt." 

Aussprache mit Hütter

Rückhalt erfuhr er in der schwierigen Zeit vor allem in seinem Zuhause: "Ich habe mit meiner Frau eine gute Unterstützung, die positiv mit mir gesprochen hat. Deshalb bin ich da auch wieder gestärkt rausgekommen." Nach vier Spieltagen ohne jegliche Einsatzminute folgte auch die Aussprache mit Hütter: "Ich habe das Gespräch mit dem Trainer gesucht, um zu erfahren, was ich besser machen kann, woran es gelegen hat." Mit seiner Performance gegen die Arminia ist er zwar selbst "nicht zufrieden" gewesen, "aber ich habe es nicht schlecht gesehen", widersprach er der Einschätzung des Coaches und mahnte an: "Klar ist es besser, wenn man das Vertrauen spürt und natürlich ist man enttäuscht, wenn man nicht spielt. So ist es dann aber halt gekommen. Ich aber kein Typ, der da aufsteckt." In Leverkusen gab es für ihn schon härtere Zeiten, ohne jegliche Chance auf Einsätze. Deshalb bringt in die aktuelle Situation "nicht aus dem Konzept. Ich versuche dann noch mehr aus mir rauszuholen."

Wieder zurück in der Spur?

Nach seiner Einwechslung gegen Werder Bremen am 6. Spieltag (1:1) und dem darauf folgenden Startelfeinsatz in Stuttgart (2:2) ist der ehemalige Leverkusener, der 2019 für rund neun Millionen Euro nach Frankfurt wechselte, wieder auf dem Weg zurück in die Spur: "Wenn in Stuttgart das eine oder andere Ding noch reingeht, dann strotzt man noch mehr vor Selbstvertrauen. So mache ich aber weiter. Die Spielpraxis gibt einem dann immer mehr Selbstvertrauen." Mit Selbstkritik sparte der ehemalige U21-Nationalspieler aber auch nicht, das Bewusstsein für so manches Defizit ist vorhanden: "Ich weiß, dass ich an vielen Punkten arbeiten muss. Dafür sind die Trainingseinheiten aber da, um besser zu werden. Ich versuche sie so gut wie möglich zu nutzen. Dann werde ich wieder zur bestmöglichen Form auflaufen." Und möglicherweise auch gleich schon wieder am Samstag gegen RB Leipzig.

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Benjamin Heinrich  
18.11.2020