Spricht über Werder-Zeit

Kohfeldt: "Mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht"

Kohfeldt folgte beim VfL Wolfsburg auf den entlassenen Mark van Bommel.
Kohfeldt folgte beim VfL Wolfsburg auf den entlassenen Mark van Bommel. Foto: Martin Rose/Getty Images

Florian Kohfeldt wurde bei Werder Bremen im Mai 2021 entlassen und war bis Ende Oktober vereinslos. Mit dem VfL Wolfsburg coacht der 39-Jährige nun sogar in der Champions League, trägt seinen Ex-Klub aber weiter im Herzen.

Im Interview mit der Sport Bild sprach Florian Kohfeldt über sein schmerzliches Aus bei Werder Bremen. Von November 2017 bis Mai 2021 war er Cheftrainer der Hanseaten, wurde allerdings aufgrund des drohenden Abstiegs, der auch ohne ihn nicht verhindert werden konnte, entlassen. "Ich habe jede Entscheidung immer für Werder getroffen, nie für mich selbst. Wenn die Verantwortlichen zum Entschluss gekommen sind, es war besser, sich zu trennen, dann war das absolut legitim", sagte der 39-Jährige rückblickend.

Im Guten mit Baumann und Werder auseinander

Der aus Siegen stammende Übungsleiter "hege null Komma null Groll gegenüber dem Verein oder den Verantwortlichen. Ich hatte ein schmerzliches Ende, was die Tabellensituation angeht". Jedoch sei er "weiterhin in großer Sympathie mit Werder verbunden. Da ist nichts kaputtgegangen". Zudem betonte er, er "halte Frank Baumann nach wie vor für einen sehr guten Manager. Es gibt keine Aussage von ihm, die mich gekränkt oder gestört hat. Wir haben uns seitdem mehrfach gesehen und können uns guten Gewissens in die Augen schauen".

"Versuche immer, mit vollem Herzen zu entscheiden"

Zum Ende bei Werder sei es für Kohfeldt "keine einfache Zeit" gewesen, wie er sich erinnerte, "auch wenn ich in Bremen, wenn ich beispielsweise durch die Stadt gelaufen bin, immer breiten Zuspruch und Aufmunterung bekommen habe". Der neue Chefcoach des VfL Wolfsburg hielt fest: "Ich glaube, das liegt an einem Fakt, auf den sich auch der VfL Wolfsburg immer verlassen kann." In der Vergangenheit habe er "mit Sicherheit nicht alles richtig gemacht, aber ich versuche immer, mit vollem Herzen und mit kompletter Hingabe für den Verein und die Mannschaft zu entscheiden und nie aus Überheblichkeit oder damit ich dabei gut aussehe", so Kohfeldt.

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Adrian Kuehnel  
09.11.2021