Bremen kassiert siebte Pleite in Folge

Kohfeldt: "Können nicht erst dann aufwachen, wenn wir ein Gegentor kriegen"

Florian Kohfeldt ärgerte sich über die Bremer Leistung in Berlin. Foto: Imago.
Florian Kohfeldt ärgerte sich über die Bremer Leistung in Berlin. Foto: Imago.

Werder Bremen versinkt immer tiefer in der Krise. Bei Union Berlin kassierten die Bremer die siebte Niederlage in Folge. Florian Kohfeldt war nach dem 1:3 an der Alten Försterei enttäuscht und nahm sich selbst für den schwachen Auftritt in die Verantwortung.

Auf die Frage, wie er die Leistung seiner Mannschaft bewertet, fand Florian Kohfeldt eine klare Antwort: „Schlecht, das muss man ganz klar so sagen“, sagte der Trainer von Werder Bremen bei Sky und betonte: „Wir haben in der ersten Halbzeit ordentlich dagegengehalten, aber offensiv gar nicht stattgefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir dann für 15 Minuten einen Blackout. Wir haben hochverdient verloren. Das ist nicht angemessen in dieser Situation.“

"Wir müssen von Anfang an da sein"

Nach dem Seitenwechsel brachte Joel Pohjanpalo Union Berlin per Doppelschlag (50., 53.) in Führung, knapp 15 Minuten später schnürte der Finne seinen Hattrick (67.). Immerhin gelang Werder Bremen in der 82. Minute dank Theodor Gebre Selassie der Ehrentreffer zum 1:3. „Es lag nicht daran, dass die Jungs nicht wollen, aber es ist nicht griffig oder zwingend geworden. Wir können nicht erst dann aufwachen, wenn wir ein Gegentor kriegen, wir müssen von Anfang an da sein! Es ist enttäuschend“, ärgerte sich Kohfeldt, der sich der Verantwortung für die aktuelle Serie von sieben Niederlagen in Folge nicht entziehen will: „Ich bin der Trainer, ich bin verantwortlich für die Leistung - und die war heute schlecht.“ Kohfeldt weiter: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass ein Trainer vorangeht. Das ist meine Art, die werde ich beibehalten und intern vieles kritisch ansprechen. Die Leistung war einfach nicht ausreichend.“

Florian Bajus  
24.04.2021