Werder im Krisenduell bei S04

Kohfeldt hofft auf Run gegen Schalke und stützt Osako

Zuletzt im Mai: Werders Torwart Jiri Pavlenka (l.) und Verteidiger Christian Groß bejubeln den 1:0-Sieg auf Schalke.
Zuletzt im Mai: Werders Torwart Jiri Pavlenka (l.) und Verteidiger Christian Groß bejubeln den 1:0-Sieg auf Schalke. (Foto: imago)

Am Samstagabend (18.30 Uhr) steigt das sogenannte tipico-Topspiel des 2. Spieltages, welches eher als ein Krisenduell gehandelt wird. Zu Gast beim FC Schalke 04 will Werder Bremen an die gute Auswärts-Statistik der jüngeren Vergangenheit in der Veltins-Arena anknüpfen.

Von 51 Erstliga-Partien, die Werder Bremen in der Vereinsgeschichte auf Schalke gespielt hat, konnten nur 16 Siege eingefahren werden. Dafür aber war die jüngste Vergangenheit ein voller Erfolg: Die letzten drei Partien in der Veltins-Arena konnten die Grün-Weißen für sich entscheiden. So auch im Mai dieses Jahres, als Werder nach der Corona-Pause mit 1:0 gewann. "Nach dem Re-Start war es damals ein ähnliches Spiel. Dann haben wir in einen Modus gefunden, der für uns unabdingbar ist, so können wir Bundesliga-Spiele gewinnen", erinnerte sich Werder-Coach Florian Kohfeldt auf der gestrigen Pressekonferenz. Die Bilanz wollen die Bremer nun fortführen. Dazu forderte der 37-Jährige: "Wir müssen gallig sein. Das haben wir eine gewisse Zeit gemacht, da müssen wir wieder hinkommen."

Osako braucht Sicherheit

Zum Aufgebot der Bremer beim FC Schalke 04 wird auch wieder Yuya Osako gehören, der unter anderem beim 1:4-Auftakt gegen Hertha BSC enttäuschte. "Ich glaube trotz allem, dass wir mit Yuya einen Spieler haben, der große Qualität hat", betonte Kohfeldt. "Er hat gegen Jena und Hertha nicht gut gespielt, er hat keinen Freifahrtsschein. Trotzdem habe ich die Überzeugung, dass er ein guter Spieler für uns sein kann." Clemens Fritz, Bremens Leiter der Scouting-Abteilung, sagte zuletzt über Osako der Deichstube: "Nachdem die ersten Aktionen nicht funktioniert haben, wurde er mit jedem Ballkontakt unsicherer. Irgendwann kommst du dann in eine Spirale, aus der du nicht mehr rauskommst. Wir sind jetzt alle gefragt, Yuya gut zuzusprechen. Fakt ist, dass wir ihn brauchen."

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Tom Jacob  
25.09.2020