Geplatzter Wechsel

Kohfeldt: "Für Rashica ist eine Welt zusammengebrochen"

Rashica bleibt vorerst bei Werder Bremen.
Rashica bleibt vorerst bei Werder Bremen. Foto: Getty

Offensivstar Milot Rashica wollte Werder Bremen in diesem Sommer verlassen. Von der Premier-, Champions- oder wenigstens der Europa League hatte der Kosovare geträumt. Geworden ist daraus nichts. Werder-Coach Florian Kohfeldt versucht nun, seinen Angreifer wieder aufzubauen.

Für Milot Rashica war der Transfersommer kein leichter. Im Anschluss an den Fast-Abstieg mit Werder Bremen wollte der 24-Jährige weg. Nachdem es mit RB Leipzig und auch Aston Villa nicht klappte, hat sich mit Bayer Leverkusen am Deadline Day plötzlich noch ein Interessent aufgetan. Ein Wechsel zur Werkself scheiterte allerdings an unterschiedlichen Finanzvorstellungen der Parteien. "Es gab Schwierigkeiten mit der Kaufoption. Da hatten Bremen und wir unterschiedliche Vorstellungen. Am Ende hat dann die Zeit nicht mehr für eine Einigung gereicht", erklärte Bayer Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler den geplatzten Deal gegenüber dem kicker.

"War schon lange klar, dass er den Verein verlassen will"

Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt hatte Rashica nach dem Wechsel-Theater die komplette Woche frei gegeben. "Der Junge wird so lange, wie er hier ist, jeden Schutz von mir bekommen, den er verdient. Er hat nichts falsch gemacht, gar nichts", verteidigte der 38-Jährige seinen Schützling bei der BILD und verdeutlichte, wie sehr die ganze Transfer-Thematik den Kosovaren mitgenommen hat: "Es war schon lange klar, dass er den Verein verlassen will. Ich als Trainer war damit auch einverstanden. Wir wollten diesen Weg mitgehen. Dass für ihn eine Welt zusammengebrochen ist, muss jeder verstehen. Es ist meine Aufgabe, ihn aufzubauen und Verständnis für ihn zu haben."

Feiert Rashica gegen Freiburg sein Comeback?

Nach der Länderspielpause geht es für Bremen gegen den SC Freiburg (17. Oktober). Dass Rashica, der wegen einer Knieverletzung bislang noch kein Saisonspiel gemacht hat, dort womöglich sogar zum Startelf-Einsatz kommt, scheint duraus realistisch.

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Adrian Kuehnel  
09.10.2020