Wolfsburg-Trainer

Kohfeldt: "Die Ausschläge in Bremen waren schon extrem"

Für Wolfsburg kann Kohfeldt wieder jubeln. Foto: Getty Images
Für Wolfsburg kann Kohfeldt wieder jubeln. Foto: Getty Images

Florian Kohfeldt hat mit drei Siegen einen Traumstart in seine Amtszeit als Cheftrainer des VfL Wolfsburg hingelegt. Der 39-Jährige scheint die richtigen Schlüsse aus seiner Beurlaubung bei Werder Bremen vor dem Saisonfinale im Mai gezogen zu haben. Bei den Hanseaten erlebte er Höhen und Tiefen.

"Die Ausschläge in Bremen waren schon extrem. Die ersten beiden Jahre liefen außergewöhnlich gut, die nächsten beiden ergebnistechnisch sehr schlecht. Das musste ich verarbeiten", erklärt Kohfeldt gegenüber dem Portal DeichStube. 2017 hatte er zunächst interimsweise übernommen, schnupperte mit Werder zeitweise am Europapokal. 2020 rettete sich der Klub in der Relegation, den Abstieg im Sommer erlebte der Übungsleiter nicht mehr in verantwortlicher Position, auch wenn er natürlich seine Mitschuld zu tragen hat.

"Phase auch als Mensch extrem wichtig"

"Ich glaube, dass die Phase von meiner Entlassung bis zu meinem neuen Job für mich als Trainer, aber auch als Mensch extrem wichtig war. Es ging darum, diese Zeit zu reflektieren und festzustellen, was war gut, was nicht", blickt Kohfeldt nun nach seinem Start in Wolfsburg zurück. Bei sich selbst habe er nach dem Aus in Bremen einen zu großen Hang zum Perfektionismus festgestellt, sagt der neue Wölfe-Coach etwa.

"Auch mal gut, nicht alles und jeden zu kennen"

Die Konstellation bei den Niedersachsen kommt ihm derweil auch entgegen. "Ich bin hier als Cheftrainer hingekommen und bin nicht der ehemalige Torwart der dritten Mannschaft und Trainer der U16 oder was auch immer", spielt Kohfeldt auf seine Anfänge bei Werder an. Die Zeit wolle er nicht schlechtreden, betont der Fußballlehrer. "Aber es ist auch mal gut, nicht alles und jeden zu kennen. Ich kann mich voll auf meine Aufgabe als Trainer konzentrieren." Das gelingt bislang herausragend.

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Lars Pollmann  
11.11.2021