Champions League als Ziel

Duell um Königsklasse? Hütter: „BVB hat noch ganz schwere Spiele“

Dortmunds Erling Haaland (r.) konnte im direkten Duell gegen die Eintracht nicht treffen. Foto: Imago

Der vergangene Spieltag war kein guter für Eintracht Frankfurt. Selbst kassierten die Hessen eine 0:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach, die Konkurrenten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen punkteten hingegen dreifach. Wird der BVB den Frankfurtern im Kampf um die Champions League noch gefährlich?

Die Ausgangslage ist fünf Spieltage vor Schluss klar: Eintracht Frankfurt hat die erstmalige Qualifikation für die Champions League weiter in der eigenen Hand. Der Vorsprung der viertplatzierten Hessen auf die fünftplatzierten Dortmunder beträgt vier Punkte. „Wir haben vor dem Spiel gegen Dortmund gesagt, wenn wir den Abstand halten können, wäre das top“, sagte Eintrachts Trainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news. Die Frankfurter hielten den Abstand nicht nur, sondern vergrößerten ihn zwischenzeitlich sogar mit einem 2:1-Auswärtssieg beim BVB. Hütter ergänzte: „Jetzt haben wir Wolfsburg und Gladbach gehabt und haben immer noch vier Punkte Vorsprung. Der Druck liegt ja nicht bei uns. Leverkusen und Dortmund müssen in die Champions League. Und wir wollen uns das fünf Runden vor Schluss einfach nicht mehr nehmen lassen.“ Eine Kampfansage an die Konkurrenz trotz der 0:4-Klatsche bei Borussia Mönchengladbach und trotz der derzeitigen Begleitumstände rund um den Hütter-Abgang.

"Wir müssen Druck ausüben"

Denn der Österreicher weiß, dass vor allem eins für seine Mannschaft spricht: Das vermeintlich leichtere Restprogramm. Borussia Dortmund tritt in den fünf verbleibenden Partien mit dem VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen gegen zwei direkte Konkurrenten an, zudem wartet noch RB Leipzig auf das Team von Trainer Edin Terzic. Die Eintracht hingegen hat mit der Partie bei Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (18:30 Uhr) nur noch einen „harten Brocken“ vor sich, ansonsten warten der FC Augsburg, der FC Schalke 04, Mainz 05 und der SC Freiburg. „Die haben noch ganz, ganz schwere Spiele“, sagte der 51-jährige Hütter mit Blick auf den BVB. Am Ende müssen die Hessen aber auch ihre Hausaufgaben machen: „Wir müssen unsere Ergebnisse bringen, unsere Spiele gewinnen, um Druck auszuüben.“ Für Hütter hat sich die Ausgangslage trotz der Gladbach-Pleite nur unwesentlich verändert: „Was ist passiert in den letzten vier Spielen? Eine sehr, sehr glimpfliche Niederlage mit allem Drum und Dran, was natürlich diesen Redestoff auch in die Höhe geschoben hat. Wenn man aber bei den Fakten und bei der Sache bleiben, haben wir in den schweren vier Spielen neun Punkte geholt. Das sind Fakten, die für mich auch zählen.“ Mit neun Punkten aus den verbleibenden fünf Spielen wäre der Vorarlberger wohl zufrieden, denn diese würden ziemlich sicher in die Königsklasse führen.

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Benjamin Heinrich  
20.04.2021