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Jung- statt Altstars: Köln will "keine Spieler, die schon Großes erreicht haben"

Der Kader des 1. FC Köln soll künftig aus entwicklungsfähigen Spielern bestehen. Foto: Getty Images.
Der Kader des 1. FC Köln soll künftig aus entwicklungsfähigen Spielern bestehen. Foto: Getty Images.

Der 1. FC Köln will sich in Zukunft als Ausbildungsverein definieren. Deshalb suchen die Verantwortlichen vornehmlich nach entwicklungsfähigen und hungrigen Spielern.

Die Zeiten, in denen beim 1. FC Köln das große Geld floss, sind lange vorbei. Insbesondere seit der Corona-Pandemie sind die Kassen am Geißbockheim klamm. Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Christian Keller steht vor der Aufgabe, den Verein wirtschaftlich zu stabilisieren und sich trotzdem in der Bundesliga zu etablieren.

Kessler: "Brauchen Spieler, die überzeugt sind, diesen Weg mitzugehen"

Erreicht werden soll dieses Ziel mit einer Umstrukturierung des Kaders. Auf mögliche Neuzugänge angesprochen, erläuterte Lizenzspielerleiter Thomas Kessler im Interview mit dem Express: "Wir brauchen Spieler, die überzeugt sind, diesen Weg beim 1. FC Köln mitzugehen. Am Ende ist es mir wichtig, dass die Spieler, die bei uns einen Vertrag unterschreiben, die absolute Überzeugung haben, dass wir der perfekte Partner für eine persönliche Weiterentwicklung sind." Gesucht werde eine "Mischung aus Spielern, die vielleicht schon mal unter Beweis gestellt haben, dass sie es können, dann aber vielleicht schon mal eine Delle erlebt haben. Und aus Spielern, die der ein oder andere noch gar nicht kennt, außer er spielt sehr eifrig Fußballmanager", so Kessler. 

"Brauchen keinen, der wegen ein paar Euro mehr lieber woanders spielt"

Der FC wolle "keine Spieler, die schon Großes erreicht haben und sich jetzt zurücklehnen, sondern die mit uns Großes erreichen wollen", betonte der 36-Jährige und ergänzte: "Wir brauchen hier keinen, der wegen ein paar Euro mehr lieber woanders spielt. Wir wollen den haben, der weiß, was es bedeutet, einen Vertrag beim 1. FC Köln zu unterschreiben." Die positive Entwicklung unter Steffen Baumgart, die in der Teilnahme an den Play-offs zur Conference League gemündet ist, sei ein wesentlicher Faktor, die gewünschten Spieler von einem Wechsel zu überzeugen: "Ich glaube, wir haben uns in diesem Jahr einen Status auf dem Transfermarkt erarbeitet, wo wir viel attraktiver für einige Spieler sind, als das im letzten Jahr der Fall war."

Florian Bajus  
07.06.2022