Keller kündigt Transfers an

Köln will den Sturm verstärken - Andersson vor Abschied?

Sebastian Andersson steht bis 2023 beim 1. FC Köln unter Vertrag. Foto: Getty Images.
Sebastian Andersson steht bis 2023 beim 1. FC Köln unter Vertrag. Foto: Getty Images.

Anthony Modeste war in dieser Saison das Aushängeschild des 1. FC Köln. Die Verantwortlichen wollen den Konkurrenzkampf nun erhöhen, wenngleich Sebastian Andersson die Geißböcke verlassen könnte.

Die Torschützenverteilung des 1. FC Köln war in der Spielzeit 2021/22 relativ unausgeglichen. Insgesamt waren zwar 14 Profis erfolgreich, Anthony Modeste setzte sich in der internen Torschützenliste allerdings mit großem Vorsprung an die Spitze und erzielte 20 von 52 Kölner Toren. Dahinter teilen sich Florian Kainz, Mark Uth und Ellyes Skhiri mit jeweils vier Treffern den zweiten Platz, auf das Trio folgen Dejan Ljubicic und Sebastian Andersson mit jeweils drei Toren.

FC will im Sturm nachbessern

Dass die Verantwortlichen die Aufgaben in der Offensive auf mehreren Schultern verteilen wollen und dementsprechend Spieler mit guten Abschlussqualitäten suchen, liegt auf der Hand. "Klar ist, dass wir den Konkurrenzkampf im Angriff erhöhen wollen", wird Sportchef Christian Keller vom Express zitiert.

Keller: Andersson "kann davon profitieren" 

Dem Boulevardblatt zufolge schließen etwaige Neuzugänge einen Abschied von Andersson nicht aus. Der Schwede, 2020 für 6,5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet, absolvierte im FC-Trikot saisonübergreifend 47 Spiele, in denen er lediglich acht Treffer erzielte. Laut Keller ist ein Wechsel aber kein Muss, Konkurrenz belebe "das Geschäft und das weiß Seb auch", sagte der 43-Jährige und ergänzte: "Er kann davon profitieren und ich bin mir sicher, dass er wieder auf ein höheres Niveau als zuletzt kommen kann. Sebastian ist auf jeden Fall heiß. Er hat sich sehr darüber aufgeregt, dass er die letzten Wochen verpasst hat."

Köln würde Wechsel wohl nicht verhindern

Gemäß dem Express werde Köln Andersson aber keine Steine in den Weg legen, sollte er einen Wechselwunsch äußern. Schon vor einem Jahr stand ein Abschied im Raum, der Transfer zu Antalyaspor scheiterte jedoch. Zwar dürfte eine Ablösesumme nicht allzu hoch ausfallen, in einem Jahr wäre Andersson allerdings ablösefrei zu haben; und aufgrund der Verluste durch die Corona-Pandemie sind sämtliche Einnahmen willkommen.

Florian Bajus  
02.06.2022